09.08.2019 19:00 |

E-Pilot Bradley Smith:

„Das ist ein Spaß wie bei einem Gokart-Rennen“

Spielberg unter Strom! Die MotoE kämpft im Schatten der MotoGP um Anerkennung. Die Piloten sind trotz der lauten Nebengeräusche der leisen Elektro-Serie positiv gestimmt. Aber: Keine Würze in der Kürze.

Noch etwas behelfsmäßig. Während die PR-Termine der MotoGP in durchgestylten Hospitality-Bereichen abgehalten werden, finden die Meetings der MotoE abseits, weg vom Schuss und in rustikalerem Ambiente statt. Man merkt, das Projekt steckt in den Kinderschuhen.

Vor dem zweiten Elektro-Rennen der Geschichte, das heute mit der E-Pole am Red Bull Ring zum ersten Mal die heimischen Fans elektrisieren will, kämpfen Ausrichter „Dorna“, die zwölf Teams und ihre 17 Fahrer (darunter Ex-MotoGP-Held Sete Gibernau!) um Ansehen. Und gegen massive Startschwierigkeiten. Die hohe Brandgefahr der Einheitsmotorräder von „Energica“, deren auf bis zu 4000 Grad heiße Batterien bei Unfällen nicht einmal die Streckenposten angreifen wollen, sorgt für Probleme - dazu ist der Aufwand riesig, stehen Berge-Quads und bei den Boxen (in denen antistatische Matten liegen) speziell ausgebildete spanische (!) Feuerwehrmänner bereit. Dazu ist bislang nur der Gedanke „grün“, denn angebrachte Solarpanele dienen derweil nur zur Zierde, kommt die Energie doch meistens aus aufwändig getarnten Diesel-Generatoren.

„Wir liefern trotzdem ein Spektakel“, sagt mit Bradley Smith ein Ex-MotoGP-Pilot. Der Brite fühlt sich auf dem Elektro-Bock „wie früher, wenn man sich mit Freunden zum Gokart-Rennen getroffen hat. Jeder hat das gleiche Material, man ist mittendrin im Renngeschehen, fährt extrem eng nebeneinander, es gibt viele Überholmanöver, was man in der MotoGP nicht mehr so oft sieht. Der Sound fehlt, aber das Spektakel ist da. Perfekt wäre es aber erst, wenn die Rennen länger als sechs Runden dauern!“ 

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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