07.08.2019 11:14 |

Gegen Rasselisten

Hundefreunde wandern gemeinsam für mehr Toleranz

In vier Tagen von Oberösterreich nach Wien - mit einem gemeinsamen Marsch wollen Hundefreunde auf die schwierige Situation für die Halter von Listenhunden aufmerksam machen. Nach mehreren Fällen von Bissverletzungen - einer endete besonders tragisch - wurde die Gesetzeslage in Wien verschärft, andere Bundesländer diskutieren mögliche Maßnahmen. Die Aktion „Wir gehen für mehr Toleranz“ von 24. bis 28. September soll aus Hundehaltersicht auf Missstände hinweisen und „Hetze entgegenwirken“.

Unter dem Motto "Prävention statt Hetze. Mehr Kontrollen, weniger Ausgrenzung" wollen Hundehalter aller Rassen gemeinsam ein friedliches Zeichen setzen. Geplant ist ein Marsch von Oberösterreich nach Wien, der am 24. September in Hirschenau im oberösterreichischen Bezirk Perg startet und über Emmersdorf an der Donau nach St. Pölten, weiter nach Kloster Stein und von dort nach Wien führt. Am 28. September bewegt sich der Marsch dann durch die Hauptstadt, die Aktion endet mit einem Sommerfest im Praterlokal "Der Garten", angekündigt sind Musikeinlagen und Infostände.

Gastgeber ist der Verein „Ferdinand the Staff“ mit Obfrau Andrea März. Sie kritisiert die Wiener Novelle des Tierhaltegesetzes, die für Listenhunde mit Ausnahme von Hundezonen Maulkorbpflicht vorsieht - man kann den Vierbeiner durch eine Prüfung davon befreien lassen. Für die Halter gilt eine 0,5 Promille-Alkohol-Grenze bei Spaziergängen. Neu ist auch, dass ab 1. Juli die Besitzer aller Hunde unabhängig von der Rasse bei der Neuanschaffung einen Sachkundenachweis erlangen müssen, wie es in anderen Bundesländern wie Steiermark oder Oberösterreich schon länger üblich ist.

„Hunde werden als lebensgefährlich gesehen!“
Dass es Listen gibt, auf denen bestimmte Rassen als potentiell gefährlicher geführt werden, ist vielen Experten, allen voran aber den Hundehaltern selbst, ein Dorn im Auge. „Hunde werden als lebensgefährlich gesehen, von medial einseitiger Berichterstattung verteufelt und an den Pranger gestellt. Wir möchten auf die Missstände hinweisen, die sich eingeschlichen haben, und der aktuellen Hetze gegen alle Hundehalter entgegenwirken“, so Initiatorin März.

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