05.08.2019 11:08 |

B311 gehört entschärft

Radarboxen helfen wenig auf der Raserstrecke

Schnurgerade verläuft die Pinzgauer Straße (B311) in den Hohlwegen bei Weißbach: Das verleitet zum Tempo-Bolzen. Furchtbare Schicksalsmomente wie den Tod eines Ehepaares gab es hier schon. Am Samstagabend krachte es bei den Hofzufahrten wieder. Bilanz: Elf Verletzte. Ergriffene Maßnahmen helfen offenbar zu wenig.

Es hätte ein lustiger Abend bei einem Musikfest in Maria Alm sein sollen: Jugendliche trafen sich bei einem der drei Höfe, die direkt an der B311 zwischen Weißbach und Saalfelden liegen. Als die Lenkerin (17) mit ihrem Van kurz nach 23 Uhr dann in die Straße einbog, kam es zu dem fatalen Zusammenstoß. Acht weitere Jugendliche, und damit zu viele, saßen mit im Auto, waren gut gelaunt. Es ging alles schnell: Ein Aufprall mit unglaublicher Wucht.

Überhöhtes Tempo
Ein Einheimischer (41) fuhr vermutlich viel zu schnell in Richtung Lofer. Bremsversuche kamen zu spät. Beim Aufprall wurde der Motorblock des Fahrzeuges der 17-Jährigen und ihrer Freunde 70 Meter weit in die Wiese geschleudert. Zwei Jugendliche landeten schwer verletzt auf der Fahrbahn. Das Auto des 41-Jährigen krachte in einen Baum. Ein nachkommender 71-Jähriger konnte nicht rechtzeitig bremsen und fuhr auf den Unfall-Van auf.

Den 43 Feuerwehrkräften aus Saalfelden und Weißbach, neun Notärzten und 30 Sanitätern bot sich ein Schlachtfeld: „Einklemmt war niemand. Wir haben den Rettungskräften geholfen, wo wir nur konnten“, so Alois Haas, Floriani aus Saalfelden. Die Bilanz: Fünf Personen wurden schwer verletzt, weitere sechs leicht.

Immer wieder Tragödien
Der Unfallort ist für Einsatzkräfte keine Überraschung, sie werden immer wieder zu Schicksalsmomenten an der Raserstrecke gerufen. Seit einem Unfall mit zwei Toten im Herbst 2014 wurden Maßnahmen verstärkt. Auch Radarboxen sind aber offenbar zu wenig abschreckend.

 krone.at
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