29.07.2019 06:00 |

Um Augen zu öffnen

Oststeirische Mamas wollen Fußballfeld zumüllen

Die oststeirische Vorzeigeinitiative „Von Mama zu Mama“ hat einen neuen Fokus: Plastik vermeiden um jeden Preis - und dafür Alternativen finden! Wie sehr wir alle das nötig hätten, wird eine spektakuläre Aktion zeigen: Ein Fußballfeld wird unter der Fülle von alltäglichem Plastikmüll eine Woche lang „ersticken“.

„Ich habe einfach die Nase voll von Plastik. Überall ist alles damit verpackt, fast nix kriegst du ohne eine Folie herum. Ich wusste schon gar nicht mehr, wo ich den Abfall lagern sollte!“ Sarah Bauernhofer ist eine „Macherin“, also holte sie ihre Mama-Kolleginnen ins Boot und setzte mit „Pfiat di, Plastik“ einen klaren Fokus: „Kampf dem Plastik-Wahn! Es gibt genug Alternativen.“

Netzwerk gewaltig angewachsen
Was die 29-Jährige drauf hat, zeigt sie schon durch ihr Netzwerk „Von Mama zu Mama“. 2015 hat sie es allein ins Leben gerufen - seither ist die Initiative auf 2600 oststeirische Mütter angewachsen. „Mit manchen Themen erreichen wir 130.000 Leute. Ohne Werbung!“ Nicht zu unterschätzen. „Wir wissen auch, welche Kraft wir haben, und wollen die nutzen.“

Eines ihrer Herzensprojekte, ein Kochbuch voller Mama-Lieblingsrezepte, wurde zum Renner. Mit dem Erlös werden bedürftige Familien in der Region sowie in Nepal unterstützt. Dazu kommen Workshops zu Themen, welche die Steirerinnen berühren: Und Plastik ist „etwas, das alle angeht“.

Zweifache Mutter lebt es vor
Sarah Bauernhofer, Mama von zwei herzigen Kindern, lebt es vor:

  • Sie hat bei ihrer Kleinen auf klassische Windeln verzichtet. „Bei meinem Ältesten, der jetzt in die Schule kommt, kann ich wiederum auf tolle Alternativen zu Plastik zurückgreifen.“ Nämlich Jausentücher aus Bienenwachs: „Damit wickle ich auch Brot und mehr ein, bei mir gibt’s keine Plastiksackerl mehr im Haus.“
  • Wattestäbchen: „Die Alternative zu den herkömmlichen mit Plastik sind aus Biowatte und Papier.“
  • Hygieneartikel für Frauen: „Auf klassischen Tampons können Schadstoffe wie Pestizide sein, mit Chlor gebleicht, mit Chemie. Als Alternative gibt es welche, die zu 100 Prozent aus biologischer Baumwolle bestehen.“ Name: Pinkpona. „Die Beutel, in denen die Bio-Tampons geliefert werden, näht zudem künftig die Lebenshilfe Hartberg.“

Ein Fußballfeld wird zugemüllt
Wie sehr Plastik unser Leben zumüllt, wird bald auf einem Fußballfeld demonstriert. „Da tragen wir zusammen, was 100 Haushalte in einer Woche im Alltag verwenden. Das wird viele umhauen. Und zum Umdenken bringen.“ Gut 30 Prozent könnten problemlos vermieden werden

Christa Blümel
Christa Blümel
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