Zurzeit seien drei Frauen für das Weglaufhaus angemeldet. "Es gibt nicht so viele, die diese Hilfe benötigen. Aber die, die sie brauchen, finden hier eine Unterkunft", erklärt Pucher. "Die Obdachlosen können so lange im Haus wohnen, bis sie denken, dass sie es auch ohne Hilfe schaffen."
"Jeder kann nach seinem eigenen Stil leben"
Vorlage für das Projekt war das Weglaufhaus in Berlin. Nach dessen Vorbild wird laut Pucher auch in Unterpremstätten Wert auf drei Dinge gelegt: Zum einen werde keine Diagnose erstellt, zum zweiten gäbe es keine fachärztliche Betreuung und zum dritten würde niemand dazu gezwungen werden, Medikamente zu nehmen. "Jeder kann nach seinem eigenen Stil leben, ohne dass jemand Fragen stellt", so der Pfarrer.
Für Unterkunft und Verpflegung zahlen die Frauen monatlich 200 Euro. "Allerdings müssen sie gemeinsam mit den ehrenamtlichen Betreuern kochen, putzen und reparieren. Das nimmt die geistigen Kräfte in Anspruch und lässt keinen Platz für Wahnvorstellungen", so Pucher.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.