20.07.2019 15:21 |

ÖFB-Cup

Die Cup-Sensation blieb nur ein Traum

Und dann war es nur noch einer! Im ÖFB-Cup hält nach der Auftaktrunde einzig Titelverteidiger Red Bull die Salzburger Fahnen hoch. Die drei Amateurteams des SFV mussten allesamt die Segel streichen. Am knappsten dran am Aufstieg war noch Zell am See beim 0:1 in Gurten. Für Anif war gegen Sturm Graz ebenso wenig zu holen wie für Seekirchen gegen Amstetten.

Der Cup – er ist das Reich der Träume der „kleinen“ Klubs – manchmal geht der Traum in Erfüllung. Am Freitag aber zahlten die drei Salzburger Amateurvertreter trotz guter Leistungen Lehrgeld.

USK Anif: Vor 850 Fans, darunter Ex-Coach Hofer und der verletzte Bulle Vallci, zeigten die Hausherren anfangs zu viel Respekt, gerieten bald mit 0:2 in Rückstand. Drei Alu-Treffer binnen weniger Minuten und der starke Keeper Stadlbauer verhinderten Schlimmeres. Ein Weitschuss von Dicker brachte die Flachgauer aber zurück.

Nach der Pause kam die Ikache-Elf besser ins Spiel – just in jener Phase sorgten die spielerisch wenig überzeugenden Grazer für die Entscheidung, setzten sich beim Debüt von Coach El Maestro am Ende mit 4:1 durch. „Über weite Strecken haben wir gut mitgehalten“, analysierte Kapitän Zia. Ikache ergänzte: „Auf einigen Phasen kann man aufbauen. Wir haben probiert, unser Spiel durchzuziehen.“

SV Seekirchen: Der Regionalligist ließ gegen Zweitligist Amstetten in der ersten Hälfte keinen Klassenunterschied erkennen, lieferte vor 450 Fans einen tollen Fight ab. Das 1:1 kurz vor der Pause durch Neuhofer war verdient, da Amstetten nur durch einen, aus Seekirchner Sicht unnötigen Elfer (hoher Fuß im Strafraum), in Führung gegangen war. „Aber Seekirchen hätte noch mindestens zwei Tore mehr schießen können“, fieberte auch Ex-Austria-Wien-Coach Robert Ibertsberger auf der Tribüne seines Heimatvereins mit. Und er sprach damit die Top-Chancen von Neumayr und Aigner an. Aber mit dem zweiten Elfertor durch Mademer (48.) war der Elan des SVS etwas gebrochen. Der Zweitligist schlug noch zweimal nach Standards zu: Stark war je nach Ecke zur Stelle – am Ende hieß es 1:4. Und der mitgreiste Amstetten-Fanklub mit 20 Fans, der ab der ersten Minute Stimmung gemacht hatte, war völlig aus dem Häuschen.

FC Zell am See: Der Landescup-Finalist hielt sich beim ersten ÖFB-Cup-Auftritt seit 2005 in Gurten wacker. Der Regionalligist aus dem Innviertel ging zwar standesgemäß nach einem weiten Einwurf (18.) in Führung. Aber in der zweiten Hälfte fanden die Pinzgauer immer besser ins Spiel, vergaben Top-Chancen. „Zumindest die Verlängerung hätten wir uns verdient“, war der sportliche Leiter Kasper nicht ganz zufrieden. Die Chance auf ein „großes Kaliber“ in Runde zwei hatte bei den Pinzgauern doch auch Kräfte freigesetzt.

Somit bleibt das aus Salzburger Sicht leider nicht gerade rosige Fazit: In Rund zwei am 24. und 25. September ist nur mehr Meister Red Bull engagiert.

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