"Mit einer Intensivtierhaltung in dieser Größenordnung mussten wir uns noch nie beschäftigen!", so Uwe Stocker von der für die Unweltverträglichkeitsprüfung zuständigen Fachabteilung des Landes. Er und seine Kollegen haben in nächster Zeit Großes zu leisten: Immerhin gilt es zu entscheiden, ob das Mega-Projekt realisiert werden darf oder nicht. "Das kann schon bis zu einem Jahr dauern", weiß der Landesexperte.
Projekt würde "Betriebe ruinieren"
Für die Menschen in der Region steht allerdings jetzt schon fest: Kommt die "Tierfabrik", sei das eine Riesensauerei! Einwände hagelt es von vielen Seiten - in nur zwei Tagen wurden bereits 3.000 Unterschriften gesammelt. Allen voran ist Rudolf Rauch, ÖVP-Bürgermeister von Ragnitz, in Aufruhr: "Die Anlage würde mit einem Schlag alle Klein- und Mittelbetriebe ruinieren, die im Leibnitzer Feld beheimatet sind. Außerdem ist unser Grundwasser in Gefahr. Man kann sich ja ausrechnen, wieviel Gülle bei derart vielen Tieren anfällt.
"Massive Beeinträchtigung für Wasserschongebiet"
Für den Naturschutzbund stinkt die Schweinefabrik ebenso zum Himmel. "Die Murauen liegen in einem Wasserschongebiet, ein solches Projekt würde eine massive Beeinträchtigung für die dort lebenden Menschen, Natur und Tiere bedeuten", spart Geschäftsführer Markus Ehrenpaar nicht an Kritik.
Einmal mehr hoffen sämtliche Betroffenen nun auf Kammer und Politik: Die erlaubte Tier-Anzahl müsse endlich herabgesetzt werden! Die Projektanten rund um einen südsteirischen Tierarzt (PIG Ferkelproduktion GmbH) wollten übrigens nicht Stellung nehmen.
von Barbara Winkler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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