13.07.2019 11:00 |

Nach Groß-Pleite

Die Geister-Häuser in Bad Gastein sind gefragt

Vier Monate nach der Groß-Pleite der Projektmanagement Ferienpark Gastein GmbH ist das Interesse an den sechs Rohbauten groß: Mehr als zehn Angebote hat Masseverwalter Wolfgang Kleibel erhalten, im Herbst wird die Anlage verkauft.

Gut zehn Jahre sind die ersten sechs Rohbauten der lange geplanten Ferienanlage Badbruck leer, nun stehen die Zeichen im Gasteiner Ortsteil auf Neustart: „Mehr als zehn Angebote aus dem In- und Ausland sind bei uns eingetroffen, die Bieterfrist ist mit 10. Juli abgelaufen“, berichtet Wolfgang Kleibel, der als Masseverwalter bestellt wurde.

Wie viel die Interessenten für die gut drei Hektar große Liegenschaft samt der Appartement-Blocks hinblättern wollen, will der Anwalt noch nicht verraten. Geschätzt wurde die Anlage samt Rohbauten nach der Konkurseröffnung am Landesgericht Salzburg auf 8,5 Millionen Euro.

Fest steht aber: „Ich bin sicher, dass wir bis im Herbst die Liegenschaft verkauft haben. Der Zuschlag wird an den Bestbieter gehen“, so Kleibel. Wie die Interessenten die Immobilie nutzen wollen, sei nicht abgefragt worden.

Ursprünglich geplant waren von der holländischen Investorengruppe rund um Geschäftsführer Eddy J. W. Smoorenburg 17 Appartementhäuser samt zentralem Hotel-Komplex. Nach den ersten sechs Blocks wurde nicht mehr weitergebaut. Die Baugenehmigung für das Tourismusprojekt ist mittlerweile verfallen.

Ob nach dem Verkauf die Forderungen der gut 30 Gläubiger zur Gänze bedient werden können, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Die Passiva beliefen sich auf 20,5 Millionen Euro.

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