Die Rieder waren durch einen Freistoß von Pavlov in Rückstand geraten (28.), doch Herwig Drechsel sorgte mit zwei Elfer-Toren - jeweils nach Foul von Rauscher, der deshalb in der 53. Minute die gelb-rote Karte erhielt - dafür, dass die Oberösterreicher auch das vierte Heimspiel gegen die Mannschaft von Trainer Werner Gregoritsch gewannen.
KSV seit neun Runden sieglos
Beide Teams waren zuletzt alles andere als erfolgsverwöhnt - Ried war in den vergangenen 14 Spielen nur ein Sieg gelungen, Kapfenberg ist nun schon neun Runden sieglos (0-4-5), hat als Neunter aber dennoch 15 Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten. Es gab zwar Chancen, doch die Tore fielen aus Standardsituationen. Aus einem umstrittenen Freistoß brachte der zuletzt gesperrt gewesene Pavlov die Obersteirer mit seinem siebenten Saisontreffer in Führung. Nacho scheiterte bei der vorerst besten Rieder Chance nach Hammerer-Vorarbeit an Keeper Wolf (42.), doch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durften die Fans der Gastgeber doch noch jubeln.
Nach einem Foul von Rauscher an Hammerer (in einer ähnlichen Szene zwischen Rauscher und Drechsel zuvor hatte Referee Einwaller nicht gepfiffen) glich Drechsel aus. Bald nach dem Wechsel verwertete der Routinier kaltblütig auch den erst zweiten in dieser Saison den Riedern zugesprochenen Penalty. Rauscher hatte sich neuerlich nur mit einem Foul zu helfen gewusst, nach der Attacke an Nacho musste er vorzeitig in die Kabine.
Kapfenberg kämpfte um das Remis (Sencar scheiterte aus kurzer Distanz/48.), doch die Rieder waren an diesem Tag stärker und gewannen dank der stärkeren zweiten Hälfte verdient. Sie waren dem 3:1 näher als die Gäste dem Ausgleich. Hammerer (77./Stange), Burgstaller (50.) und vor allem Drechsel (69./Wolf hielt) fanden gute Chancen vor.
Das sagten sie nach dem Spiel
Werner Gregoritsch (Trainer Kapfenberg): "Der erste Elfer war eine klare Fehlentscheidung. Der zweite war gerechtfertigt wie auch die gelb-rote Karte, die hat die endgültige Entscheidung gebracht. Ein Remis wäre verdient gewesen, Ried hatte in den ersten 35 Minuten keine einzige Chance."
Paul Gludovatz (Trainer Ried): "Es war das erwartet schwere Match. Wir sind lange nicht so recht ins Spiel gekommen, es war ein Arbeitssieg. Im Hinblick auf den Cup war dieser Erfolg enorm wichtig."
Fußball-tipp3-Bundesliga, 31. Runde: SV Ried - Kapfenberger SV Superfund 2:1 (1:1). Keine Sorgen Arena, 4.200, Einwaller.
Torfolge: 0:1 (28.) Pavlov (Freistoß), 1:1 (45.) Drechsel (Foulelfer), 2:1 (53.) Drechsel (Foulelfer).
Ried: Gebauer - Grasegger, Stocklasa, T. Burgstaller - Brenner
(76. Schrammel), Drechsel, Hadzic - Lexa, Hackmair, Nacho (90. Mader) - Hammerer (89. Jonathan).
Kapfenberg: R. Wolf - Gansterer, Rauscher, Schönberger, Osoinik
(73. Felfernig) - Sencar, Fukal, Hüttenbrenner, Schellander - Pavlov
(79. Heinz), Tieber (59. Schmid).
Gelb-Rote Karte: Rauscher (53./Foul); Gelbe Karten: Keine bzw. Schellander, Fukal, Hüttenbrenner.
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