06.07.2019 07:00 |

Test in Graz:

Riesenansturm auf das Medizinstudium

Ungewöhnlich früh öffneten sich am Freitag die Tore der Grazer Stadthalle. Ab 7.40 Uhr stürmten junge Erwachsene aus vieler Herren Länder ins Gebäude, exakt 2487 stellten sich dem berühmt-berüchtigten Aufnahmetest für das Medizinstudium in Graz. Aber nur für 360 wird der Berufswunsch am Ende auch Wirklichkeit.

Österreichweit waren es 16.000 Teilnehmer, die 110 Euro zu berappen hatten, damit sie sich für den Test anmelden konnten. Tatsächlich traten dann 12.960 an, das sind immerhin um 400 mehr als noch im Vorjahr.

Insgesamt werden 1680 Studienplätze im August vergeben. In Wien ritterten 6490 junge Erwachsene um 740 Plätze, in Innsbruck wollten 2927 einen von 400 Plätzen ergattern, in Linz traten 1056 an (nur 180 Plätze), in Graz kämpften 2487 um die 360 Studienplätze (336 für Humanmedizin, 24 für Zahnmedizin).

Drei Viertel der Studienplätze gehen übrigens an österreichische Bewerber, 20 Prozent an jene aus EU-Staaten, die restlichen fünf Prozent sind für Interessenten aus Nicht-EU-Ländern (wie etwa Russland, Japan und USA) reserviert.

Und so lief der neunstündige Test in der Grazer Stadthalle ab: Nach der Registrierung ging es für die Frauen und Männer zum großen Check. Alles wurde genauestens kontrolliert, schließlich durfte nichts Illegales in den Prüfungssaal mitgenommen werden: also kein eigener Stift, kein Lineal, kein mitgebrachtes Papier, kein Wörterbuch, kein Taschenrechner.

Um 8.40 Uhr nahmen die Kandidaten ihre Plätze ein, die Anspannung war förmlich spürbar. Um 9 Uhr standen die Begrüßung und die Testeinführung auf dem Programm. Dann wurde es komplett ruhig im großen Saal, die Stifte übernahmen das Kommando. Nach einer Pause um knapp vor 12 Uhr ging es in Runde zwei. Geprüft wurden übrigens schulisches Vorwissen, Textverständnis, Merkfähigkeit, kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten, Wortflüssigkeit, Zahlenfolgen mussten richtig erkannt werden – und auch die sozial-emotionalen Kompetenzen wurden überprüft.

Für die 2487 Teilnehmer heißt es jetzt: vier Wochen zittern.

Daniel Jakl, Kronen Zeitung

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