Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt, und das gilt nicht nur für Menschen: Hier teilen sich Katzen, Hunde, Ziegen, Hühner, Füchse und Hasen den Lebensraum mit den Bewohnern. Ein besonders wichtiges Anliegen sind der Stadt die 800 geschützten Tier- und Pflanzenarten, unter ihnen Wildbienen und Fledermäuse.
456 Wildbienenarten summen im Stadtgebiet herum - viele sind jedoch in ihrem Bestand gefährdet. Im Rahmen eines Schutzprogramms werden deshalb monotone Rasen in naturnahe Blumenwiesen mit wildbienengerechten Futterpflanzen umgewandelt. Unter der Wiener Sonne genießen außerdem neun Reptilienarten einen Schutzstatus, die seltenste ist die Mauereidechse. Das zierliche Tier fühlt sich in Kaltenleutgeben wohl. Streng geschützt sind auch 17 Amphibienarten, weiß Barbara Reinwein von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22). Zu der Gruppe zählen etwa Feuersalamander, Molche, Unken und Knoblauchkröten.
Schrill wird es, wenn Mauersegler durch die Lüfte fliegen. Ihre Rufe sind im Sommer in den Straßen und Höfen fast in ganz Wien gut hörbar. Insgesamt brüten 130 Vogelarten in der Stadt, und in der Nacht flattern 22 Fledermausarten umher. Außerdem haben 50 Prozent aller Tagfalter Österreichs ihr Zuhause in Wien. Einblick in die bunte Tierwelt gaben gestern die MA 22 und die Boku am ersten grenzübergreifenden Tag der Artenvielfalt SK-AT im Rahmen des Projekts City Nature.
Isabella Kubicek, Kronen Zeitung
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