22.06.2019 11:50 |

Sport

Gipfelstürmer Goldi im Radlfieber

Als Skispringer flog Andreas Goldberger die Berge hinunter. Als begeisterter Radfahrer fliegt der 46-Jährige jetzt die steilsten Anstiege hinauf. Sein großes Ziel für diesen Sommer: Mit Skisprung-Spezl Martin Koch tritt er wie bereits im Vorjahr beim Ötztaler Radmarathon an.

„Wirlklich viel bin ich heuer noch nicht zum Radeln gekommen“, gestand Andi Goldberger. Grund dafür: „Aktuell machte ich in Innsbruck die Ausbildung zum Skisprung-Instruktor.“ Heißt das etwa, dass der ehemalige Weltklassespringer in Zukunft als Trainer der ÖSV-Superadler werken will? „Nein“, lachte der 46-Jährige, „aber es geht darum, dass sich so viel im Skisprungsport getan hat und immer noch tut. Da will ich einfach am Ball bleiben. Auch für meine Tätigkeit als TV-Experte.“

Trotz der fehlenden Zeit hat sich Goldi für die heurige Radsaison große Ziele gesetzt. Ein Fixpunkt: die Eddy Merckx Classic am 8. September mit Start und Ziel in Fuschl am See. Klar, dass der gebürtige Oberösterreicher da auch bei der Präsentation des neuen, von der Pongauer Künsterlin Rose-Marie Winkler entworfenen, Trikots mit dabei war. Ebenfalls vor Ort: Olympiasieger Berni Gruber. Der Gasteiner ist während des Trainings ebenfalls viel auf dem Rad unterwegs, muss die Eddy Merckx Classic aber auslassen. „An diesem Wochenende gehe ich beim Sommer-GP der Kombinierer in Planica an den Start“, erklärt Gruber, der die Veranstaltung zu Gunsten der Wings for Life-Stiftung aber gerne unterstützt. Ein besonderes Highlight: Da Rad-Ikone Merckx just am Tag der Trikot-Präsentation seinen 74. Geburtstag feierte, gab es ein ganz spezielles Ständchen vom Ufer des Fuschlsee.

Für Andi Goldberger ging es dann weiter nach Guggenthal, wo die nächste Herausforderung wartete. Im Rahmen des Projekt Gipfelstürmer, bei dem es darum geht möglichst viele Höhenmeter auf dem Rad oder beim Wandern und Laufen zu sammeln, lud Goldi zur gemeinsamen Auffahrt auf den Gaisberg. „Das ist wirklich einer der brutalsten Berge die ich kenne“, gestand der Oberösterreicher. „Besonders weil er ab der Zistelalm erst so richtig brutal wird.“

Aber auch eine Topvorbereitung für seinen Saisonhöhepunkt auf zwei Rädern, dem Ötztaler Radmarathon. „Ich bin bereits im vergangenen Jahr mit Martin Koch dort an den Start gegangen“, erzählte Goldberger. Zur Erklärung: Bei diesem Radmarathon sind 238 Kilometer und 5500 Höhenmeter zu absolvieren. 2018 hatten die Teilnehmer mit heftigen Niederschlägen und eisigen Temperaturen zu kämpfen. „Danach habe ich mir geschworen, dass ich das nie wieder machen werde. Martin konnte mich aber schlussendlich doch umstimmen.“ Wie? „Er meinte, dass wir das ganze auch mal bei schönem Wetter machen sollten.“

Dass Goldberger trotz der bislang noch fehlenden Trainingskilometer bereits bestens gerüstet ist, bewies er dann beim Gipfelsturm auf den Gaisberg. Gemeinsam mit einer Abordnung der Bikefriends Salzburg flog er die knapp 700 Höhenmeter nahezu hinauf. Und war dann sogar noch zu Scherzen aufgelegt: „Ich fahr nochmals zur Zistelalm runter und mach eine zweite Runde.“

Peter Weihs
Peter Weihs
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