20.06.2019 09:14 |

SommerSzene:

Sechs Ziegen, drei Hennen, ein Kalb

Der Salzburger Regisseur Hubert Lepka lässt bei der SommerSzene sechs Ziegen, drei Hennen und ein Kalb „antanzen“. In seinem Stück „Herde und Stall“ geht es um das Zusammenspiel und Verhältnis von Tier und Mensch. Mit von der Partie: sein Kunstnetzwerk Lawine Torrèn sowie auch sein jüngster Sohn Gustav.

Bei seinem Maschinentheater „Hannibal“ am Ötztaler Gletscher lässt Hubert Lepka Pistenbullys und Bagger leichtfüßig wie eine Primaballerina auftreten. Ein Tänzchen mit Ziegen, Hennen und einem Kalb zu wagen, gestaltet sich weitaus schwieriger. „Sie sind sehr sensibel und folgen ihrer ganz eigenen Hierarchie. Da gilt es, sich als Mensch ein-, bzw. unterzuordnen, um miteinander auszukommen.“ Genau um dieses Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier geht es dem Salzburger Regisseur in seinem Stück „Herde und Stall“, das am Wochenende bei der Sommerszene sowie Ende Juli auf der Gasteiner Hochalm zur Aufführung kommt.

Hinter der Uraufführung steckt harte Arbeit! „Ich habe bereits vor drei Jahren ein Pilotprojekt gestartet. Schließlich musste ich testen, ob ich als Nichtbauer überhaupt geeignet bin.“

Lepka war allerdings sofort Feuer und Flamme, und so galt es tierische Hauptdarsteller zu finden. Mit Theresa Thut und Arno Klüglein aus Ettenau waren die besten Ziegenbauern schnell zur Stelle. Und ein Blick von Lepkas Hof in Moosdorf in die Nachbarschaft reichte, um auch drei Hennen aufzutreiben.

„Beim Kalb gab’s eine Art Casting. Bauer Rudolf Vogl hatte nämlich gleich zwei zur Auswahl“, verrät der Regisseur, der die Herde mit Tänzer aus seinem Künstlernetzwerk Lawine Torrèn komplettiert. Sie, wie auch die Schauspieler Marion Hackl, Stephan Kreiss und Sohn Gustav ordnen sich quasi ins Herdenmanagement ein und reagieren in ihren Bewegungen auf die Tiere. Mit dem Junior ist’s übrigens die erste Zusammenarbeit: „Eigentlich ist er ja Drummer.“ In „Herde und Stall“ schlüpft Gustav in die Rolle des Isaak. Hinter Lepkas Stück steht die Geschichte von Abraham und Isaak aus dem Alten Testament, und somit wohl die älteste „Betriebsanleitung“ für das Zusammenleben von Mensch und Tier.

Das „Tanzbein“ schwingt die Herde zu Renaissancemusik und das natürlich nicht am glatten Parkett, sondern auf Stroh und Heu. Das Ensemble rückt mit einem mobilen Stall an – Geruch inklusive.

Tina Laske„ Herde und Stall“, 22. + 23. Juni, 20.00 Uhr szene-salzburg.net

Tina Laske
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