19.06.2019 12:00 |

Innsbruck

Ebola an Klinik: Notfall erfolgreich trainiert

Ein Mann betritt die Notaufnahme in der Innsbrucker Klinik in der Anichstraße. Es besteht Verdacht, dass er an der hochinfektiösen Erkrankung Ebola leidet. Sofort wird er isoliert und der HOKO-Notfallplan tritt in Kraft. So lautete eine Übungsannahme an der Klinik. Fazit: Die Klinik ist für den Ernstfall gerüstet!

HOKO steht für „hoch-kontagiös“. Im Klartext: eine hochansteckende, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung wie zum Beispiel Ebola. Wenn ein Patient mit passenden Symptomen ohne Vorwarnung in die Klinik kommt, tritt ein aufwendiger und detaillierter Notfallplan in Kraft.

Regelmäßige Schulungen
Das Personal in den relevanten Bereichen der Klinik wird regelmäßig geschult, um Alarmsignale sofort richtig zu deuten. Bei Bedarf können Experten der Uniklinik für Innere Medizin II jederzeit hinzugezogen werden. Erhärtet sich der Verdacht, wird der Patient sofort abgeschirmt.

Als erste Sofortmaßnahme bekommt der Patient einen speziellen Mund- und Nasenschutz und wird in einem Raum isoliert. Währenddessen wird die Sonderisolierstation hochgefahren – ein Raum mit Schleuse mit Unter- oder Überdruck. Der Patient kommt dorthin.

„Wir arbeiten mit Ganzkörper-Schutzanzügen mit Gebläseeinheiten zur Frischluftversorgung“, sagt Rosa Bellmann-Weiler, ärztliche Leiterin der Sonderisolierstation. All diese Maßnahmen wurden bei der Übung erfolgreich trainiert. „Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Falles ist gering, aber sie ist da“, so Günter Weiss, Direktor der Uniklinik für Innere Medizin.

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