Sieben Millionen Euro hoch ist das kolportierte Budget, mit dem die Admira dank Mäzen Richard Trenkwalder in die Saison gegangen ist. Und wenn dann trotzdem nur ein 2:2 bei den kleinen Gratkornern (Budget von 800.000) herausschaut, ist klar, dass der Haussegen in der Südstadt gewaltig schief hängt. Klar ist auch, dass der Big-Boss für ein drittes Jahr in der Liga zwei den Aufwand gewaltig drosseln wird.
Darum muss das Star-Ensemble aufsteigen. Es fehlen momentan zwar "nur" drei Punkte auf Leader Altach (der am Samstag zum Hit anrückt), dennoch greift langsam aber sicher die Nervosität um sich. So sprach Trainer Walter Schachner nach dem Schlusspfiff in Gratkorn von einer Verschwörung gegen die Admira. "Trenkwalder haut da Millionen rein und dann kommen irgendwelche Herrschaften daher, die sich aufspielen müssen", geht's in Richtung Referee Steuer, der auf eine Panagiotopoulos-Schwalbe reinfiel. Drei Wochen zuvor, als Günther Friesenbichler mit einer ebensolchen den Sieg der Niederösterreicher beim letzten Duell in Gratkorn fixierte, sprach der frühere Meistertrainer übrigens noch von "Cleverness".
Realität verweigert
Richtig zufrieden war man aber auch in Gratkorn nicht mit dem Punkt am Dienstag. "Für uns wird's jetzt immer ernster", bringt Kapitän Michi Sauseng die Situation auf den Punkt. Drei Punkte im Frühjahr - das ist fürs Überleben viel zu wenig. "Das Bittere ist ja, dass wir jede einzelne Partie hätten gewinnen können", fährt Sauseng fort. "Viele wollten bei uns im Winter nicht wahr haben, dass wir noch unten reinrutschen können. Jetzt sind wir mittendrin, gibt's keine Ausreden mehr. Das Schön-Spielen bringt uns auch nix mehr - bei uns muss jetzt jeder ums Überleben kämpfen!"
Keiner wird nervös
Immer enger wird es auch für die Hartberger, "nur, dass wir immer gewusst haben, dass es ein hartes Stück Arbeit wird", stellt Abwehr-Chef Dominic Pürcher klar. Als Elfter fehlen dem TSV auch nur zwei Punkte auf den Siebenten Vienna. "Die direkten Duelle werden entscheiden. Und genau die haben wir jetzt vor uns. Nach dem Spiel bei Austria Lustenau geht's gegen Dornbirn, FC Lustenau und die Vienna - da müssen Punkte her." Mit starken Leistungen in Hartberg hat sich die Sturm-Leihgabe natürlich auch bei seinem Stammklub in den Blickpunkt gespielt, "nur gemeldet hat sich bei mir von Sturm noch niemand."
von Marcus Stromaier, "Steirerkrone"
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