Wien als Vorbild

Hausmeister feiern auch in Graz ein Comeback

Steiermark
08.04.2010 09:06
Im Jahr 2000 ist das Berufsbild Hausmeister abgeschafft worden - zum Leidwesen vieler Bewohner großer Siedlungen. Aber bald soll es in Graz wieder Hausbesorger geben: Im Zuge einer kürzlich vom Wohnungsamt durchgeführten Umfrage im Gemeindebau, sprachen sich 80 Prozent der Bewohner für eine Wiedereinführung aus.

Die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr zeigt sich hocherfreut: "Hausmeister spielen in großen Siedlungen eine integrative Rolle. Wenn es Probleme zwischen den Mietern gibt, ist jemand da, der sich darum kümmert."

Das neue Hausbesorgergesetz im Detail 

  • Freiwilligkeit: Ob ein Hausmeister eingestellt wird, entscheidet der Hauseigentümer. Es gibt keinerlei Verpflichtung. Steigen dadurch die Betriebskosten um mehr als zehn Prozent, müssen die Mieter befragt werden. 
  • Tätigkeiten: Ein neues Berufsbild soll geschaffen werden. Aufgabe der neuen Hausmeister wird es sein, darauf zu achten, dass im Haus alles in Ordnung ist. Zudem sollen sie bei Konflikten zwischen den Mietern vermitteln. 
  • Arbeitszeiten: Vorgesehen ist eine 40-Stunden-Woche. Von Samstag, 18 Uhr, bis Montag, sechs Uhr, gilt zwar Arbeitsruhe, gewisse Tätigkeiten werden aber davon ausgenommen. So soll gewährleistet werden, dass im Winter die Gehsteige geräumt werden oder dass sich im Falle  haustechnischer Gebrechen auch am Wochenende jemand darum kümmert. 
  • Gehalt: Die Bezahlung muss mit der Gewerkschaft erst ausverhandelt werden. Supergagen wie Dienstautos und -wohnungen (bei einer entsprechenden Anzahl von Stiegen kam so mancher "alter" Hausmeister auf ein stattliches Gehalt) wird es in Zukunft nicht mehr geben.

von Ernst Grabenwarter ("Steirerkrone") und steirerkrone.at


 

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