Unberechenbare Wut

Pflegehelferin (51) beinahe von Patienten erwürgt

Steiermark
06.04.2010 09:17
Aus Angst vor einem unberechenbaren Patienten hat nordöstlich von Graz die Leitung der Pflegeanstalt Kainbach Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Bei den Erhebungen stellte sich dann heraus, dass der 35-Jährige im März eine Pflegehelferin beinahe erwürgt hätte. Nun "sitzt" er – aus Sicherheitsgründen.

Der Patient, ein 35-jähriger Steirer, wurde vor einigen Tagen von der Pflegeanstalt Kainbach nach Graz in die Sigmund-Freud-Klinik überstellt. Die Ärzte behandelten den Mann mit Tabletten, doch die erwiesen sich gegen die plötzlichen Wutausbrüche des Patienten als wirkungslos.

Zur Sicherheit in Einzelhaft
Das bestätigte schließlich auch ein Gutachten. Diesem zufolge wäre dem Steirer auch ein Tötungsdelikt zuzutrauen. Das ist der Grund, warum sich der Verdächtige – zur Sicherheit für alle anderen Patienten – seit Freitag in einer Einzelzelle der Justizanstalt Graz-Jakomini befindet.

Die Justiz veranlasste Erhebungen, und dabei wurde ein Zwischenfall bekannt, der am 12. März, einem Freitag, für eine Pflegehelferin beinahe tödlich geendet hätte. Der als völlig unberechenbar beschriebenen Patient schlich sich von hinten an die 51-Jährige heran und würgte sie. Zwei Kollegen, die sich auf den Rasenden stürzten, retteten der Frau das Leben. Die Angestellte erlitt einen Schock.

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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