03.06.2019 11:33 |

Teure Sanierungen

Die Wehrmauern auf den Stadtbergen zerbröckeln

In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) ließ Erzbischof Paris Lodron die Stadtberge befestigen, um mögliche Invasoren abzuschrecken. 380 Jahre nagte der Zahn der Zeit an den Wehrmauern. Laut Gutachten müssen sie an 13 Stellen saniert werden, sieben davon sind dringend. Vereinzelt droht schon Einsturzgefahr.

„Da müssen wir unbedingt schnell etwas machen“, sagt die neue Baustadträtin Martina Berthold (Grüne). Ihr liegt seit wenigen Tagen eine Karte vor, die deutlich zeigt, wo es schon gefährlich werden kann: Der Weg entlang der äußeren Bürgerwehrseite auf dem Mönchsberg und einige private Gärten in der Steingasse sind bereits aus Sicherheitsgründen gesperrt. Und die Bastei „Katze“ ist nicht mehr für potenzielle Feinde bedrohlich, sondern nur mehr für die darunter liegenden Katakomben des Petersfriedhofs. Diese drei Stellen werden so rasch als möglich saniert.

Auch auf der Richter- und Karolinenhöhe sowie beim Falkenturm (alle mit Blick Richtung Riedenburg) und oberhalb der Augustinergasse in Mülln drohen zumindest Teile die Festungsmauern zu zerbröckeln.

600.000 € investierte die Stadt in den vergangenen Jahren in den Erhalt der Wehranlagen – zu wenig, wie sich jetzt zeigt. Berthold: „Wir mussten das Budget auf 1,5 Millionen Euro im Jahr aufstocken.“ Bis 2024 sind das 7,5 Millionen Euro. Ob das reicht, ist jedoch mehr als fraglich.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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