23.05.2019 18:35 |

Aktueller Test

Keine China-Kerne mehr im steirischen Kürbiskernöl

Ein Testergebnis vor sieben Jahren warf ein schiefes Licht auf die steirischen Kernölbauern: In 17 von 30 getesteten Produkten wurden damals Kerne aus dem Ausland bzw. mit unklarer Herkunft festgestellt. Nun wurde der Test wiederholt - und es wurden keine „schwarzen Schafe“ festgestellt.

Getestet wurde im Auftrag des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). Für den aktuellen Test hat er in Kooperation mit der Arbeiterkammer Steiermark 20 Proben Kürbiskernöl, die im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sind, unter die Lupe genommen. Mit einem erfreulichen Ergebnis: Im Gegensatz zu vor sieben Jahren konnten keine Hinweise darauf gefunden werden, dass Kürbiskerne aus China oder Russland verarbeitet worden wären - weder bei den Ölen mit Herkunftsangabe Österreich, noch bei denen mit der Herkunftsangabe Europa.

Viel weniger Pestizid-Rückstände
Die Herkunftsanalyse wurde, wie schon zuletzt, von der Montanuniversität Leoben durchgeführt. Auch bei der Untersuchung auf Pestizid-Rückstände gab es punktuell Verbesserungen. Zwar war kein einziges Kernöl pestizidfrei, Grenzwerte wurden aber keine überschritten. Alle Proben erfüllen die gesetzlichen Vorgaben. Beim aktuellen Test konnten daher 4 sehr gut, 14 gut und 2 durchschnittlich vergeben werden.

Am häufigsten wurde Hexachlorbenzol (HCB) gefunden; es war in jedem getesteten Öl enthalten. HCB wurde in der Vergangenheit als Fungizid auf den Feldern versprüht und als Saatbeizmittel verwendet. Es wird zudem bei Emissionen der Industrie sowie bei Verbrennungsprozessen freigesetzt. In Österreich ist der Einsatz in der Landwirtschaft seit 1992 verboten. Da HCB in der Umwelt aber nur schwer abbaubar ist, befindet es sich noch immer in den Böden und geht auf landwirtschaftliche Produkte über. 

Die detaillierten Ergebnisse gibt es auf der Website des Magazins Konsument.

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