17.05.2019 09:05 |

Vier Bauprojekte

Bahnhofsviertel wird bald umringt von Hochhäusern

Das Bahnhofsviertel soll einem Wandel unterzogen werden. Und das offenbar mit bis zu 40 Meter hohen „Wolkenkratzern“. Entlang der Fanny-von-Lehnert-Straße stehen derzeit gleich vier größere Bauvorhaben an: ein Hotel, ein großer, bis zu acht Stockwerke hoher Wohnkomplex und zwei neue Wohn- bzw. Bürogebäude.

An dem schmalen Grundstück neben der alten Brotfabrik in der Fanny-von-Lehnert-Straße 4 unmittelbar hinter dem Kino beim Hauptbahnhof soll ein 40 Meter hoher Turm gebaut werden. Ein Low-Budget-Hotel mit 100 Zimmern für junge Leute, das den Namen „Hostel Turm Young City“ tragen soll. Eine treppenförmige Terrasse soll zu einem öffentlichen Café führen. Die Pläne dazu gingen aus einem Wettbewerb hervor.

Kurios dabei: Direkt angrenzend, in der ehemaligen Konsum-Brotfabrik, befindet sich bereits ein Hostel mit 119 Zimmern für den kleinen Geldbeutel. „Es wird zwar direkt an der Feuerschutzmauer dran gebaut, doch es wird keinen Durchgang geben und beide Hotels werden separat bespielt“, heißt es aus dem Büro von Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP).

Seit der Konsum-Pleite im Jahr 1995 stand die denkmalgeschützte alte Brotfabrik lange Zeit leer. Der ehemalige Olympia-Lobbyist Erwin Roth wollte 2012 die 4500 Quadratmeter für das, wie er es nannte, größte Livemusiklokal Salzburgs nutzen. Das Kulturzentrum hätte 365 Tage und Nächte im Jahr geöffnet haben sollen. Die Idee der „Musik Fabrik“ ist jedoch im Sand verlaufen.

Mehrere Vorhaben in der Brotfabrik gescheitert
Im Jahr 2016 gab der Gestaltungsbeirat grünes Licht für das Hochhaus-Projekt „The Tree“. 48 Meter hoch sollte das Gebäude werden. Der untere Teil wäre öffentlich zugänglich gewesen, im oberen Bereich sollten Wohnungen entstehen. Doch auch diese Pläne wurden nie in die Wirklichkeit umgesetzt. Ob der jüngste Anlauf mit dem Jugend-Hotel nun klappt, wird sich weisen...

Am anderen Ende der Häuserzeile befindet sich ein 20 Meter hohes, siebenstöckiges Gebäude derzeit kurz vor der Fertigstellung. Es war ursprünglich als Wohnblock geplant. Entgegen der Pläne von Ex-Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) gehen auch bald hier Rucksacktouristen ein und aus.

Vorerst kein Beschluss für Wohnbauprojekt
Gegenüber will die Wohnbaugesellschaft EBS, wie berichtet, die insgesamt fünf alten Eisenbahnerblöcke schleifen. Geplant ist ein vier bis acht Stockwerke hoher Komplex mit sozialen Treffpunkten für das Problemviertel Elisabeth-Vorstadt im Erdgeschoß und insgesamt 52 geförderte Wohnungen.

Im Planungsausschuss wurde der Bebauungsplan am Donnerstag wegen offener Fragen aber vorerst nicht genehmigt. Das Projekt soll nun am 27. Juni erneut beraten werden.

Und wenige Meter weiter, direkt am Kreisverkehr, soll im Innenhof des dortigen Gewerbekomplexes ein neues Bürogebäude entstehen.

Sandra Aigner
Sandra Aigner
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