16.05.2019 15:00 |

Trachten-Branche

Das sagen die Dollingers zu ihrer Moser-Übernahme

Trachten-Fans können aufatmen: Der bayerische Mode- und Trachtenfilialist Dollinger übernimmt mit 1. Juli den Salzburger Trachtenhersteller H. Moser, der wie berichtet seinen Betrieb mit April 2020 einstellen wollte. Die Bayern produzieren unter der Marke weiter, bauen das Unternehmen aber radikal um.

Damit haben wohl die wenigsten gerechnet: Keine zwei Monate, nachdem der Trachtenhersteller H. Moser mit Sitz in Salzburg-Gnigl das Aus seiner Produktion und des Großhandels mit April 2020 verkündet hat, nimmt der Fall eine ungeahnte Wende. Der bayrische Mode- und Trachtenfilialist Dollinger übernimmt mit 1. Juli seinen langjährigen Trachtenlieferanten.

Trotz billiger Konkurrenz-Ware aus Südostasien und zuletzt rückläufiger Umsätze wollen die Bad Reichenhaller weiterhin Trachten- und Outdoorbekleidungs-Stücke unter dem Namen „H. Moser“ produzieren. Der Grund: „Die Marke hat großes Potenzial und passt sehr gut zu uns, weil vom Dirndl bis zur Jeans alles produziert wird. Alle erfolgreichen Händler fertigen mittlerweile selbst“, so Kathrin Proft, die gemeinsam mit ihrem Mann den Traditionsbetrieb mit 24 Filialen in Oberbayern und Salzburg in dritter Generation führt. Zwei Monate wurde verhandelt, über den Kaufpreis wird geschwiegen.

Nicht alle Mitarbeiter werden übernommen
An der Frühlingskollektion 2020 wird bereits gearbeitet. Danach stehen in Gnigl große Veränderungen an, vor allem auch in der Endfertigung: „Wir können nicht das volle Team übernehmen. Aus Kostengründen werden wir Teile nach Osteuropa zu den Lohnherstellern auslagern müssen“, so Proft. Wieviele der 100 Jobs wegfallen werden, ist unklar.

Nicht von der Übernahme betroffen sind die Moser-Geschäfte in Salzburg und Eugendorf, die von der Familie weitergeführt werden. Peter Moser: „Uns freut’s, dass Dollinger auf uns zugekommen ist und die Firma erhalten bleibt, einige Mitarbeiter können dadurch bleiben.“

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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