So, 19. Mai 2019
10.05.2019 14:56

Ärzte schlagen Alarm

Eine Impfung gegen Krebs, „aber keiner geht hin!“

Vor fünf Jahren wurde die HPV-Impfung im Kampf gegen den Gebärmutterhalskrebs in den Impfplan aufgenommen, denn Humane Papillomaviren (HPV) sind für 99 Prozent aller Tumore am Gebärmutterhals verantwortlich. Trotzdem liegt die Durchimpfungsrate bei lediglich 30 Prozent.

„Eigentlich ist es unglaublich: Da gibt es eine Impfung gegen Krebs, und keiner geht hin“, sagt Karl Tamussino, Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde am LKH Graz. Rund 150 Frauen sterben jährlich an dieser Krebsart, etwa 6500 müssen aufgrund einer Krebsvorstufe operiert werden. Die Impfung selbst ist seit 2006 auf dem Markt und hat so gut wie keine Nebenwirkungen. „Es braucht frühzeitige Sensibilisierung. Nur bei einer höheren Durchimpfungsrate besteht die Chance, dass wir den Gebärmutterhalskrebs besiegen können“, betont die steirische Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß am Freitag am LKH Graz.

„Heute geht es mir sehr gut“
Welche Leidensgeschichte mit einer Gebärmutterhalskrebserkrankung verbunden ist, weiß Julia Ferstl seit acht Jahren. 2012 erhielt die heute zweifache Mutter mit nur 22 Jahren die Diagnose: Es folgten Chemotherapien sowie Bestrahlungen und letztendlich musste ihr auch die Gebärmutter entfernt werden.

„Die intensive Behandlung dauerte etwa ein halbes Jahr und verlief glücklicherweise positiv. Anfangs kam ich dann alle drei Monate zur Kontrolle, seit 2016 bin ich dafür halbjährlich an der Klinik. Heute geht es mir Gott sei Dank sehr gut“, erzählt die 30-jährige Hartbergerin, die ihre beiden Kinder noch vor der Diagnose bekommen hat.

Wichtig, Bewusststein zu schaffen
Die Impfung ist für Neun- bis Zwölfjährige kostenlos, bis zum 15. Lebensjahr gibt es eine Vergünstigung. „Es braucht frühzeitige Sensibilisierung und Aufklärung in jeder Hinsicht. Nur bei einer höheren Durchimpfungsrate besteht die Chance, dass wir den Gebärmutterhalskrebs tatsächlich besiegen können“, betont Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß.

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