03.05.2019 13:59 |

Gerot Lanach

Pharmafirma baut Standort um 60 Millionen Euro aus

Der zur Bartenstein-Gruppe gehörende Medikamenten-Hersteller Gerot Lannach Pharma baut im weststeirischen Lannach (Bezirk Deutschlandsberg) seinen Produktionsstandort aus. Das Unternehmen investiert 60 Millionien Euro. Die Produktionskapazität soll damit verdoppelt und rund 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Spatenstich hat am Freitag stattgefunden.

Bei dem Neubau der Pharmaproduktion PII handelt es sich laut dem weststeirischen Pharmaunternehmen um das „mit Abstand größte Investitionsprojekt in der Unternehmensgeschichte von Gerot Lannach/G.L Pharma“. Rund 15.000 Quadratmeter werden nach den Plänen von Architekt Hermann Eisenköck verbaut. Etwa 12.000 Quadratmeter sind für die Produktion, weitere 3000 Quadratmeter als Laborfläche vorgesehen, schilderte Geschäftsführer und Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein.

Die ersten Bagger sind an der Ortseinfahrt von Lannach südwestlich von Graz gleich nach den Osterfeiertagen aufgefahren. In zwei Jahren soll das neue Gebäude eröffnet werden, in dem neben Tabletten, Kapseln und Ampullen auch flüssige und hochpotente Arzneimittel hergestellt und entwickelt werden. „Wir konzentrieren die Produktion der flüssigen Arzneimittel in Lannach“, erklärte Bartenstein.

Mit der Erweiterung des Standortes soll der bisherige Output von zuletzt 3,8 Milliarden Einzeldosen (2018) verdoppelt werden. Rund 100 neue Arbeitskräfte, vor allem in der Fertigung aber auch der Entwicklung, werden dazu notwendig sein.

Firma will weiter Wachstum
Die G.L. Pharma ist aus dem Zusammenschluss des Wiener Pharmaunternehmens Gerot und der steirischen Lannacher entstanden und kann insgesamt auf eine mehr als 70-jährige Geschichte zurückblicken. Die Firmen-Holding wird von Bartenstein gemeinsam mit seiner Frau Ilse gemanagt. Das Unternehmen produziert, entwickelt und vertreibt sowohl Markenprodukte als auch Generika. Mit 760 Mitarbeitern hat G.L Pharma als Kern der Bartenstein-Gruppe 2018 etwa 156 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Im neuen Geschäftsjahr rechne Bartenstein mit einem „mittleren einstelligen Wachstum“.

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