02.05.2019 09:03 |

Radfahrer gestürzt

Feuerwehr bei Rettungseinsatz angepöbelt

Ein Mountainbiker ist am Mittwoch bei einer Tour im Mühlbachgraben in Eisbach-Rein nahe Graz gestürzt und hat sich dabei verletzt. Die Rettungskräfte mussten über Waldwege zu dem Mann vorrücken und wurden dabei von Passanten angepöbelt, hieß es seitens des Hauptbrandinspektors Hannes Koch. Der Patient wurde schließlich mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen.

Der Radfahrer war gegen Mittag gestürzt und die Helfer wurden gerufen. Die Zufahrt zum Verletzten war aber mit normalen Fahrzeugen nicht zu bewältigen. Daher wurde ein geländegängiges Kleinlöschfahrzeug, ein Puch Pinzgauer, gewählt und die Ausrüstung der Rettung wurde darin mitgenommen. Mit diesem Wagen konnten die Retter zum Mountainbiker vordringen.

Keine „Rettungsgasse bei schwieriger Anfahrt“
Allerdings mussten sich die Feuerwehrleute bei der Zufahrt von zahlreichen Wanderern ungute Wortmeldungen wegen des Einsatzes auf den Waldwegen anhören. „Zwar ungewöhnlich aufgrund der Umgebung, aber eine Rettungsgasse im Waldgebiet, damit die Hilfskräfte bei der schwierigen Anfahrt auf den teils engen Forststraßen zügig zum Einsatzort gelangen können, fand man über weite Strecken nicht vor“, hieß es seitens der Feuerwehr.

Entsetzen über Verhalten von Passanten
Für einen schonenden Transport wurde nach der Erstversorgung der Flug mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber „Christophorus 12“ gewählt. Der Radfahrer wurde ins Spital geflogen. Laut Feuerwehr befanden sich wegen der traditionellen „3000er-Wanderung“ unzählige Spaziergänger und Radfahrer im Mühlbachgraben. Über deren Verhalten zeigte sich Koch entsetzt: Solche Erfahrungen habe man bisher „vorwiegend im städtischen Bereich gemacht“. Deshalb sei die Freude über den erfolgreichen Einsatz getrübt.

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