So, 26. Mai 2019
26.04.2019 15:52

Neue Technologien

„Digitales Kraftwerk“ mit Robotern und VR-Brillen

Das steirische Wasserkraftwerk Rabenstein in Frohnleiten wurde bereits 1987 erbaut. Mittels modernster Technik soll es nun zum „digitalen Wasserkraftwerk 4.0“ werden. Am Freitag gab es eine europaweit erstmalige Leistungsschau. Einiges wurde bereits und wird gerade umgesetzt, vieles ist noch in der Testphase.

Tauchroboter, VR-Brillen, Überwachungsprogramme - das „Digitale Kraftwerk 4.0“ ist längst Realität. Im steirischen Wasserkraftwerk Rabenstein tut sich derzeit einiges. Neueste Techniken und Programme sollen langfristig Kosten einsparen, aber vor allem auch die Sicherheit der Mitarbeiter erhöhen.

„Es ist eine Weltpremiere. Wir nennen es digitales Kraftwerk 4.0“, verkündet Verbund-Geschäftsführer Karl Heinz Gruber. „Wir haben uns entschieden, die Automatisierung auf die nächste Stufe zu stellen.“

Roboter taucht statt Menschen
Die Anlagen seien bereits voll automatisiert, jetzt gehe es darum, Arbeit, Kontrolle und Wartung sicherer und flexibler zu machen. So soll nun ein Roboter die Arbeit von Tauchern beim Kraftwerk ersetzen. Ein solcher Einsatz ist gewöhnlich sehr aufwändig und teuer, da kann ein Roboter schneller und unkomplizierter benutzt werden.

Zentimetergenau wird er an die Turbinen herangesteuert, um so mögliche Schäden festzustellen. Weiters sollen mit intelligenten Sensoren künftig Störfälle oder Maschinenversagen rechtzeitig vorhergesagt werden können.

Weitere Technologien im Test
Auch in Zukunft wird sich im Kraftwerk noch einiges tun. Aktuell testet man etwa eine Virtual-Reality-Brille. Falls es nämlich doch zu Störungen kommen sollte, kann man mit diesem Gerät schnell und unkompliziert reagieren. Dokumente, wie Anleitungen, sind sofort abrufbar, Experten können kontaktiert werden und mit einem Wisch soll der Fehler behoben sein.

Noch ist das alles aber Zukunftsmusik, denn derzeit mangelt es an Brillen, die in einem Kraftwerk einsetzbar sind. „Unser Ziel lautet, alle für die Wasserkraft denkbaren Möglichkeiten von digitalen Anwendungen zu evaluieren und die erfolgversprechendsten Technologien in einem Pilotkraftwerk auf den Prüfstand zu stellen.“ Insgesamt investiert man rund 30 Millionen Euro in die Digitalisierung des Kraftwerks.

Marco Steurer
Marco Steurer

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