15.04.2019 18:32 |

Bruck und Kapfenberg

Stadtwerke-Fusion: Freunde schließen neuen Pakt

Die Jugend wisse heute schon gar nicht mehr, wo die eine Stadt aufhört und die andere anfängt, sagen die SPÖ-Bürgermeister von Bruck und Kapfenberg. Deshalb wollen Peter Koch und Fritz Kratzer ihre Ressourcen teilen, wo es nur geht – ohne allerdings Leistungen zu kürzen. Aktuelles Projekt: die Stadtwerke.

Zur Beruhigung: Als die Bürgermeister gestern die Losung „drei K“ für Bruck und Kapfenberg ausgaben, dachten sie nicht an den Ku-Klux-Klan. KKK, das steht in diesem Fall für „Kratzer, Koch, Kooperation“.

Keine Stadt-Ehe, aber Partnerschaft
Man will zusammenarbeiten, je enger, desto besser. Wenngleich eine Ehe – sprich: Fusion – derzeit kein Thema ist. „Eine eingetragene Partnerschaft reicht uns völlig“, scherzte der Brucker Stadtchef Peter Koch, der mit seinem Kapfenberger Amtskollegen Fritz Kratzer die Pläne erläuterte.

Bis zu 49 Prozent der Brucker Stadtwerke sollen an ein Konsortium der Kapfenberger Stadtwerke mit der Energie Steiermark verkauft werden. Wie berichtet, gibt es Kritik von KPÖ und FPÖ, weil beide Käufer teilweise privat sind. Doch die Bürgermeister beruhigten: Für den Fall einer weiteren Privatisierung etwa der Energie Steiermark könne man ein Rückkaufsrecht im Vertrag verankern.

Geld wird nicht für Budgetlöcher gebraucht
Bis Juni sollen die Details geklärt sein. Welche Summe der Teilverkauf in die Brucker Stadtkasse spülen könnte, wollte Koch nicht verraten, versicherte aber: „Mit dem Geld werden keine Budgetlöchern abgedeckt, sondern es fließt in unsere Infrastruktur.“

Am wichtigsten seien aber die Synergien, die die Verschmelzung brächte, so Kratzer: „Das reicht von der Wasserversorgung über Tankstellen für E-Autos bis zum Breitband-Ausbau.“ Teure Ersatzteile (zum Beispiel Reservetrafos für Notfälle) wären nur noch einmal nötig. Auch könnten beide Betriebe auf Experten – etwa für Photovoltaik – zugreifen und das künftige Personal zusammen ausbilden.

Arbeitsplätze werden eher mehr als weniger
Von den derzeit 170 Mitarbeitern in Bruck und 300 in Kapfenberg müsse jedenfalls niemand um seinen Arbeitsplatz fürchten, wurde betont. Eher werde man in Richtung 500 aufstocken, sagte Koch, der zudem eine Standortgarantie für den Brucker Betrieb aussprach.

Matthias Wagner
Matthias Wagner
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