Sa, 20. April 2019
05.04.2019 07:30

Eltern verunsichert

Aufregung um Schließung von Stadt-Kindergarten

Rund um den zweigruppigen Kindergarten in der Adolf-Schemel-Straße gehen die Wogen hoch: Eltern fürchten, die Einrichtung könnte binnen zwei Jahren geschlossen werden, weil rundherum ein Gewerbeprojekt geplant ist. Als erster Schritt fällt mit dem Sommer ein Teil des Gartens weg. Verkaufsgespräche laufen.

„Die Verunsicherung und Wut ist groß“, sagt FPÖ-Gemeinderätin Renate Pleininger. Besorgte Eltern haben sich an sie gewendet, weil sie fürchten, dass der Kindergarten zusperren muss. Zumindest wurden sie per Aushang bereits darauf hingewiesen, dass in zwei, drei Jahren Schluss ist. Die Kindergartenleiterin verwies die „Krone“ direkt an ihre Vorgesetzten im Magistrat.

Dort sagt die zuständige Amtsleiterin Jutta Kodat: „Wir geben im Sommer einen Teil des Gartens auf, weil uns die Fläche nicht gehört.“ Hintergrund ist ein Gewerbeprojekt, das Marcus Winkler, bis 2015 Eigentümer des benachbarten Gewürze-Herstellers Wiberg (heute Frutarom), realisieren will. Ihm gehört die Alte Schranne und eben ein Teil der Grünfläche.

Und er möchte auch das gesamte Kindergartenareal kaufen, bestätigt Stadtvize Bernhard Auinger (SPÖ). „Aber wir stehen vor keinem Vertragsabschluss.“ Sollte die Stadt Immobilien GmbH (SIG) das Gebäude verkaufen, müsse natürlich zuvor ein Ersatz für die beiden Gruppen geschaffen werden. Möglich wäre das beim Kindergarten Josefiau oder im Falle einer Verbauung der Obus-Remise direkt an der Alpenstraße. „Das wird aber sicher nicht in den nächsten beiden Jahren passieren“, so Auinger.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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