26.03.2019 15:40 |

Wegen Renovierung

Grazer Dom schließt nach Ostern seine Pforten

Der Grazer Dom schließt am Dienstag nach Ostern seine Pforten: Mit diesem Tag startet die über mehrere Jahre anhaltende Innenrenovierung des Herzstückes der „Grazer Stadtkrone“. Bis Ende November wird das Kirchenschiff mit Ausnahme des Presbyteriums runderneuert. Gottesdienste werden in dieser Zeit im benachbarten Mausoleum stattfinden.

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Am im gotischen Stil erbauten Grazer Dom nagt der Zahn der Zeit. In den kommenden drei Jahren soll die Kathedrale in ihrem Inneren umfassend renoviert werden. „Mit Dienstag nach Ostern beginnt die erste große Renovierungsphase mit dem großen Kirchenschiff“, berichtete Dompfarrer Heinrich Schnuderl.

Dazu wird die Kathedrale allerdings für einige Monate für die Öffentlichkeit gesperrt bleiben. Die Arbeiten zur Reinigung der Fresken in den Gewölben und an den Wänden, den Seitenaltären, der Kanzel und Grabdenkmälern sowie den Sitzbänken werde bis Ende November anhalten.

Messen im Mausoleum
Mit den Messen werde man in dieser Zeit in die Katharinenkirche nebenan - besser bekannt als das Mausoleum Kaiser Ferdinands II - ausweichen, konkretisierte Schnuderl. Dort werden in den kommenden Wochen und Monaten auch die Erstkommunion und Firmung gefeiert. Allerdings ist diese Ausweichstelle nicht barrierefrei begehbar, selbst eine Rampe für Gehbehinderte sei baulich nicht möglich, bedauerte der Dompfarrer.

Die Priesterweihe im Juni wird nach Seckau verlegt. Frühmessen an den Wochentagen werden in der Domherrenkapelle in der Bürgergasse gefeiert.

Sechs Millionen Euro Kosten
Die Diözese, das Land Steiermark und die Stadt Graz und das Bundeskanzleramt beteiligen sich finanziell am Gesamtrenovierungsprojekt, das auch das Presbyterium mit Hochaltar und das Chorgestühl sowie die Orgel umfasst. Zur Aufbringung der Kosten in der Höhe von rund sechs Millionen Euro sind aber auch Spenden notwendig.

Einer der großen Sponsoren ist die Grazer Unternehmerfamilie Hans und Margret Roth. Das Ehepaar trägt die Kosten der Restaurierung des Sakramentaltars mit dem Bild der „Verkündigung an Maria“ (1618) von Giovanni Pietro de Pomis. „Ich bin hier gefirmt worden, der Grazer Dom war mir immer sehr nahe“, begründete Roth, der zugleich betonte, dass er hier „einen Beitrag als Familie und nicht als Unternehmer“ leiste.

Insgesamt sind die Arbeiten der Generalsanierung für einen Zeitraum von sechs Jahren geplant, die ersten beiden Jahre waren der Sanierung des Außenraums gewidmet, berichtete Martin Schaller, Vorsitzender des Kuratoriums Grazer Dom. Mit der Umsetzung der bisherigen Arbeitsschritte des Gesamtprojektes liege man „gut im Plan“, so Schaller. Er bedankte sich sowohl bei den öffentlichen Subventionsgebern, als auch den Großspendern der steirischen Wirtschaft und den zahlreichen Einzelspendern, betonte aber auch, dass noch weitere Spenden willkommen seien.

Hochaltar wird auch saniert
Im Jahr 2020 werden das Presbyterium mit dem barocken Hochaltar in Angriff genommen. Dabei bleibe das Hauptschiff jedoch zugänglich. Auch stehe die Sanierung der Elektroinstallationen und Erneuerung der Beleuchtung an. Die Seitenkapellen werden je nach Finanzlage renoviert.

Zum Schluss soll die Dom-Orgel gereinigt und saniert werden. Die letzte umfassende Sanierung des Dominneren liege 40 Jahre zurück.

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