15.03.2019 12:30 |

Gaißau-Hintersee

Den Bundesforsten reicht es mit dem Chinesen

Die Diskussionen über den Fortbestand des kleinen Skigebiets Gaißau-Hintersee ziehen sich seit Jahren in die Länge. Nun soll es den Bundesforsten als größtem Grundbesitzer endgültig reichen: Sie wollen schnellstmöglich den Vertrag mit der Liftgesellschaft auflösen, da der Eigentümer aus China die Pacht nicht bezahlt hat. Eine Finanzprokatur wurde bereits beauftragt. 

Die Skilifte der Gaißauer Bergbahnen standen in diesem Winter trotz bester Schneelage still. Die Kündigung werde laut Bundesforste-Sprecherin Pia Buchner eingebracht, weil die Pacht für diese Saison trotz der Aufforderungen im Dezember noch immer nicht geleistet und auch die geforderte Bankgarantie nicht beigebracht worden sei. Haupteigentümer der Liftgesellschaft ist der chinesische Investor Zhonghui Wang, der das Unternehmen über eine Insolvenz sanieren wollte und Investitionen zur Modernisierung und in eine künstliche Beschneiung versprochen hatte.

Sollte das Geld doch noch kommen, könnte der Vertrag theoretisch noch gültig bleiben. Mit einer Vertragsauflösung wäre dem Bericht zufolge der Weg frei für einen neuen Vertragspartner. Das Ziel der Bundesforste sei es, das Skigebiet aufrechtzuerhalten, so Buchner. In der Praxis gäbe es in diesem Fall aber große Hürden: Ein neuer Partner könnte das Skigebiet nämlich nicht einfach wieder aufsperren, weil die Anlagen den alten Betreibern gehören und technisch zumindest überholt werden müssten.

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