Mo, 25. März 2019
18.02.2019 09:30

Teure Pläne

Goldgräber-Stimmung in Bad Gastein

Bad Gastein war nie „out“, sagt der Ortschef. Vier lange leerstehende Hotels im Zentrum werden renoviert. Ein Fußgängertunnel mit 520 Metern Länge soll Gastein zukunftsfit machen.

Es ist kein Schönreden, wenn ich sage: Uns ging es immer gut“, so Gerhard Steinbauer, seit 15 Jahren Bürgermeister in Bad Gastein: „Wir haben nur im Zentrum ein Problem.“ Die Nächtigungszahlen geben ihm recht: Von 850.000 um das Jahr 1990 liegen sie nun aktuell bei rund 1,2 Millionen.

Der erste, fehlgeschlagene Boom unter Manager Reinhard Stefan Tomek endete Mitte der Achtziger Jahre mit einem Bomben-Konkurs, doch jetzt spürt man im Ort so etwas wie eine neue Goldgräber-Stimmung: „Wir haben mehr Anfragen von Investoren, die ein Hotel bauen wollen als je zuvor“, sagt VP-Bürgermeister Gerhard Steinbauer.

Vor neuen Hotelbauten das Zentrum renovieren

Doch für ihn gilt die Devise: Zuerst das Zentrum renovieren! Das Hotel Straubinger, einst Lehrstelle von Eckart Witzigmann, das von Kaiser Franz Josef gestiftete Badeschloss und das alte Postgebäude hat die Hirmer Gruppe erworben: „Dabei hat uns Landeshauptmann Wilfried Haslauer enorm geholfen“, sagt der Ortschef. Und das ebenfalls desolate Hotel Mirabell hat jüngst die CE-Holding von Christian Ebner gekauft.

Dazu hat die Gemeinde Anfang Jänner ihr neues Mobilitätskonzept vorgestellt: „Es ging um die Frage: Wie bringen wir in Zukunft unsere Gäste vom Zentrum in die Skigebiete, zur Felsentherme, dem Bahnhof und zu den Parkhäusern“, so der Bürgermeister. Er ist überzeugt: „Der Gast der Zukunft kommt mit der Bahn und er will im Ortszentrum ohne Auto unterwegs sein.“

26 Millionen € für neues Mobilitäts-Konzept

Ähnlich wie in Ischgl oder St. Ulrich im Grödner Tal soll das ein Fußgängertunnel unterhalb des Ortes machen. Er startet beim Hotel Elisabethpark. Nach 80 Metern führen Lifte von Hotels wie dem Salzburger Hof zum Tunnel in die Tiefe. Danach führt der 520 m lange Fußgängertunnel direkt unter den Bahnhof und von dort weiter zur Stubnerkogel Talstation.

„Als ersten Schritt wollen wir 2021 das neue Parkhaus beim Lift bauen“, sagt Steinbauer, „später auch das Apcoa-Parkhaus im Ort übernehmen.“ All das soll zusammen 26 Millionen verschlingen, an denen sich das Land, Tourismusverband, Bergbahnen und Gemeinde beteiligen wollen. Fertigstellung exakt dann, wenn die Hotels im Zentrum renoviert sind: „Dann“, so hofft Steinbauer, „wird Bad Gastein regelrecht explodieren.“

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber

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