14.02.2019 10:15 |

Heumilch-Landwirte

Mehr Heu für die Kühe, mehr im Börserl beim Bauern

Früher wurden sie belächelt, heute weicht ihnen das Lächeln nicht vom Gesicht: Den gut 1600 Salzburger Heumilchbauern, die ihre Kühe nur mit Heu, Gras und ein bisserl Getreide füttern –und mittlerweile 33 Prozent der österreichischen Heumilch liefern. Zum 15-Jahr- Jubiläum läuft es bei den Heu-Landwirten rund.

Es ist eine eher ungewohnte Situation: Rupert Oberholzner steht in seinem drei Jahre alten Laufstall und ist sichtlich stolz. Gut gelaunt stellt er fast alle seiner 30 Pinzgauer Milchkühe persönlich vor, deren 400 Liter Heumilch er täglich an die Elixhausener Käserei liefert. Und beginnt im Gedanken an den Milchpreis nicht zu jammern.

Ungewöhnlich für einen Bauern. Aber: Der 42-jährige Elixhausener ist eines der gut 1600 Salzburger Mitglieder der ARGE-Heumilch, die vor 15 Jahren federführend von Flachgauer Bauern in Innsbruck gegründet wurde. Die ihren Mitglieds-Bauern, die bei der Fütterung auf Silo verzichten, 45 Cent pro Liter bezahlt. Bio-Landwirten wie Oberholzner sogar 55 Cent. Und damit scheint die ARGE, nicht nur den Bauern das Leben leichter zu machen, sondern auch erfolgreich zu sein: 2017 wurden 157,3 Millionen Kilo Salzburger Heumilch vermarktet, von denen 90 Prozent zu Käse verarbeitet werden. Ein stolzes Plus von sieben Prozent zu 2016.

Der Grund warum’s gut läuft: „Die Kunden sind dazu bereit, für hochwertige Lebensmittel mehr zu zahlen. Vor allem bei Bio-Heumilch haben wir zu wenig Menge“, berichtet Christiane Mösl, die ab Juli die Geschäfte der ARGE führt.

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