25.01.2019 14:40 |

Schon erste Unfälle

Schneewände schränken beim Abbiegen die Sicht ein

Meterhohe Schneewände auch entlang der Hauptstraßen bereiten derzeit den Autofahrern in den Gauen, in denen die weiße Pracht in Maßen vom Himmel gefallen ist, Sorgen. Denn teilweise sieht man beim Einbiegen in die Hauptstraßen weder links noch rechts aus, es kam deswegen sogar schon zu mehreren Unfällen.

Will man etwa - als Beispiel - in Hof nach dem Einkauf vom Billa auf die Wolfgangsee Bundesstraße einbiegen, sieht man im Moment nur den von Richtung St. Gilgen kommenden Verkehr. In Fahrtrichtung Salzburg ist die Sicht durch die Schneewände behindert. Es heißt also auf „Gut Glück“ hinausfahren.

In Thalgau kam es wegen der Schneewände bereits zu Unfällen, ebenso wie in Hof, Faistenau und im Pinzgau.

Die rechtliche Lage bei solchen Crashesist unbefriedigend: „Es gilt der Vertrauensgrundsatz. Wer auf der Hauptstraße unterwegs ist hat Vorrang und muss sich darauf verlassen können, dass einbiegende Lenker das auch beachten“, erläutert Juristin Martina Schlegl-Lanz vom ÖAMTC in Salzburg. „Ich kann nur raten, sich bei schlechter Sicht langsam vorzutasten. Ideal ist es, wenn man einen Beifahrer hat. Dann kann dieser als Einweiser fungieren.“

Die Juristin rät auch, im Falle von Schneewänden, die die Sicht beim Abbiegen behindern, die Gemeinde zu informieren. „Die müssen die Schneewände entweder abtragen oder sie suchen nach einer Notfalllösung. Das könnte etwa das Aufstellen eines Verkehrsspiegels für bestimmte Zeit sein.“ Denn auf Sicht fahren sollte auch trotz der Schneemassen überall möglich sein.

Auch wenn bei den Versicherungen Unsicherheit herrscht wurde bisher noch nach keinem Unfall die Zahlung verweigert. „Es bräuchte für solche Fälle neue rechtliche Bestimmungen“, so ein Vertreter.

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