25.01.2019 09:00 |

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„Tag der Lehre“ erlebte einen Riesenansturm

Um jungen Menschen das breite Ausbildungsspektrum von Lehrberufen in Tirol zu präsentieren, fand am Donnerstag zum vierten Mal der „Tag der Lehre“ in der Messe Innsbruck statt. Das Interesse von Schülern und Eltern war gigantisch. Land, Wirtschaft und Sozialpartner wollen gemeinsam den Fachkräftemangel bekämpfen.

„Wer einen Lehrberuf ergreift, hat jede berufliche Chance der Welt“, betonte LH Günther Platter. Er zeigte sich erfreut, dass es 2018 erstmals wieder einen Anstieg um 2,7 Prozent bei den Lehranfängern gab und somit der negative Trend gestoppt wurde.

Bildungslandesrätin Beate Palfrader verspricht sich von dem künftig obligatorischen Talentecheck samt anschließendem Gespräch für die Schüler der siebten Schulstufe eine wichtige berufliche Entscheidungshilfe.

Duales Erfolgsmodell
Sie und Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf hoben das hohe Niveau der Lehrlingsausbildung dank des dualen Systems hervor. „Andere Länder beneiden uns um dieses Modell aus schulischer und praktischer Ausbildung in den Betrieben“, sagte sie. „Unsere Unternehmer vermitteln mehr als alle Lehrbücher, außerdem lernen die Jugendlichen lösungsorientiert zu arbeiten.“

Zentrum der Wirtschaft
Christoph Walser, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, forderte, die Lehre in der Gesellschaft besser zu positionieren. Immerhin bilde sie das Zentrum der Wirtschaft. Und er lobte die heimischen Unternehmer, die sehr viel Geld in die Ausbildung der herangehenden Fachkräfte investierten. „Die Lehrwerkstätten befinden sich auf dem modernsten Stand“, betonte Walser.

Wie dringend die heimische Wirtschaft Lehrlinge bzw. Fachkräfte benötigt, zeigte Sabine Platzer-Werlberger, die stellvertretende Leiterin des AMS Tirol, auf. „Derzeit sind bei uns rund 1400 offene Lehrstellen in 150 Berufen gemeldet“, so Platzer-Werlberger. Eine Lehre stelle auch für ältere Jugendliche und Middle-Agers eine gute Option dar. Das AMS bietet Begleitung im zweiten Bildungsweg an.

Das österreichweite Problem, dass einigen angehenden Lehrlingen Grundvoraussetzungen wie sinnerfassendes Lesen fehle, kennt man laut Roland Teissl, dem Lehrlingskoordinator des Landes, auch in Tirol. Man erwartet sich durch die von der Bundesregierung angekündigten schulischen Maßnahmen für die Zukunft eine Verbesserung.

Peter Freiberger, Lea Singer/ Kronen Zeitung

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