VP-Bürgermeister Günther Mitterers Position ist klar: „Wirtschaftlich ist das Weiterführen des Hahnbaum-Sesselliftes nicht vertretbar.“ Jetzt rächen sich jahrelange Versäumnisse.
36 Millionen an Verbindlichkeiten drücken die Alpendorf Bergbahnen AG, da besteht Handlungsbedarf: Entweder die Gemeinde trage den jährlichen Abgang (bis zu 280.000 pro Jahr) oder der Hahnbaum-Sessellift wird dicht gemacht.
VP-Bürgermeister Günther Mitterer will den Lift abreißen lassen, obwohl die Gemeinde in der Liftgesellschaft über eine Sperrminorität verfügt: „Der Bürgermeister hat sich da von den Bergbahnen in eine Falle locken lassen“, sagt Stefan Zerza, der gemeinsam mit Mario Janska die überparteiliche Initiative „Pro Hahnbaum-Sessellift ins Leben gerufen hat.
Grüne und NEOS haben sich für die Gemeinderatswahl zu einer neuen Liste zusammengefunden „BürgerInnenbewegung St. Johann“ heißt sie. Ihr Hauptziel: den Sessellift erhalten!
Petra Nocker-Schwarzenbacher, Tourismussprecherin der Wirtschaftskammer und Hotelbesitzerin im Ort, ist ebenso für den Sessellift und FPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Rieder, ein gebürtiger St. Johanner, sowieso: „Die Leute hier haben eine enorme emotionale Bindung an den Lift, viele haben hier Ski fahren gelernt. Und wenn der Bürgermeister sagt: Wir bauen halt statt dessen einen Schlepplift. Wie will er bitte damit die Sommertouristen befördern?“
Ein Schlepplift auch für die Sommer-Touristen?
3033 Stimmen hat VP-Bürgermeister Günther Mitterer bei der 2014er-Wahl bekommen, alleine 4000 Menschen haben 2018 für den Hahnbaum-Sessellift unterschrieben.
Bgm. Mitterer bleibt dabei: „Der Lift wird abgebaut, wir brauchen nicht zu diskutieren.“ Petra Nocker-Schwarzenbacher, Ex-VP-Bürgermeisterin, kontert: „Hier leben viele vom Tourismus, der Lift-Abgang ist überschaubar, wenn man sich die Bergbahnen-Bilanzsumme ansieht. Es sollten alle für den Lift sein.“








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