Über 100.000 Stunden rackerten sich unsere Einsatzkräfte in den letzten zwei Wochen ab: um für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen, Dächer abzuschaufeln, Evakuierungen vorzunehmen, Versorgungsfahrten und -flüge zu starten, Menschen mit Medizin zu versorgen, Lawinensprengungen und Bergungen durchzuführen. Nur ein kleiner Auszug der vielen Dienste! Auch die Mitarbeiter der Landeswarnzentrale, der Wetter- und Straßenstreckendienste sowie der Energie Steiermark waren mit Überstunden eingedeckt.
„Die intensivste Phase ist beendet“
Die intensivste Phase ist jetzt beendet, die meisten Straßen sind wieder befahrbar, nur vereinzelt noch Menschen abgeschnitten. „Wir bleiben in Bereitschaft“, betont Katastrophenschutzreferent und Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer. Er ist jetzt häufig mit der Frage konfrontiert, wie vor allem die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren, die zumeist Urlaub für ihre Einsätze nehmen mussten, entschädigt werden können.
Für Aufregung innerhalb der Einsatzorganisation sorgte ja kürzlich der Sager von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer im TV: Er wolle nicht „billig etwas fordern, was unfinanzierbar ist“. Außerdem hätte die überwiegende Anzahl derer, die vor Ort „angegriffen“ hätte, eine solche Forderung nicht im Sinn.
Von „unfinanzierbar“ kann laut Schickhofer aber keine Rede sein: „Bei einer geplanten Steuerreform von 4,5 Millionen Euro kann so etwas nicht unfinanzierbar sein, das muss sich die Republik schon leisten!“ Er denkt dabei an die Freistellung der Freiwilligen Feuerwehren von ihren Unternehmen. Was ohnehin oft genug passiert. Doch um noch mehr Anreiz zu schaffen, soll für die Firmen ein Bonussystem entwickelt werden, um Ausfälle verkraften zu können.








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