Prozess gegen Duo

Drogen-Umschlagplatz in Achenkirch flog auf

Tirol
16.01.2019 07:00

Kein Glück hatten zwei Angeklagte (22 und 39 Jahre) aus dem benachbarten Bayern, die sich ein gemietetes Zimmer in Achenkirch ausgesucht hatten, um dort von einem Slowenen Drogen in Empfang zu nehmen. Die Putzfrau bemerkte den Geruch, alles flog auf. Nun folgte der Prozess am Innnsbrucker Landesgericht.

Es waren zwei eher untypische Dealer, die auf der Anklagebank Platz nehmen mussten: Der Erstangeklagte (22) ein Gymnasiast und in sozialen Diensten, der Zweitangeklagte (39) ein Optiker und Fitnesstrainer. Beide waren allerdings dem Cannabis sehr zugetan und so kamen sie auf die Idee, fünf Kilo davon von einem Slowenen (der noch nicht geschnappt wurde) importieren zu lassen.

Putzfrau bemerkte Geruch
Umschlagplatz war ein Zimmer in Achenkirch, wo das eigenartige Verhalten der fremden Männer gleich einmal einer Nachbarin auffiel. Doch es kam noch schlimmer: Die fünf Kilo Cannabis wurden in einem gemieteten Zimmer versteckt, wo der Geruch der Putzfrau in die Nase stieg. Prompt wurden die Drogen entdeckt und die Polizei samt Spezialeinheit Cobra legte sich auf die Lauer, bis das Duo wiederkam. Da klickten auch schon die Handschellen für die dilettantischen Dealer.

Erleichterung nach Urteil
Dem Erstangeklagten, der das Ganze mit dem Slowenen eingefädelt hatte, wurde aufgrund seiner Sucht immerhin ein gewisser Eigenbedarf angerechnet. Von 15 Monaten Haft waren 10 Monate bedingt. Weil der junge Deutsche davon bereits zwei Drittel in U-Haft abgesessen hatte, öffneten sich im Anschluss die Gefängnistore für ihn – Freudentränen auch bei den Eltern im Gerichtssaal. Der Zweitangeklagte, der stets vorausgefahren war, um vor etwaigen Polizeikontrollen zu warnen, kam mit 1200 Euro Strafe davon.

Andreas Moser

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