Freunde von Martin H. hatten am Samstagnachmittag Alarm geschlagen, nachdem sie den Obersteirer am Handy nicht erreicht und sein zugeschneites Auto auf dem Parkplatz im Bereich der Riesneralm gefunden hatten. Sofort wurde eine Suche mit 35 Mann der Bergrettung, sechs Alpinpolizisten und dem Hubschrauber eingeleitet. Um 19 Uhr musste abgebrochen werden.
Matin H. wurde 200 Meter von Schneebett mitgerissen
Am Sonntag gegen 9.30 Uhr wurde traurige Gewissheit, was schon viele vermutet hatten: Eine Suchmannschaft entdeckte einen Ski, der aus einem Lawinenkegel ragte. „Er ist bei der Abfahrt von einem Schneebrett 200 Meter mitgerissen worden“, erzählt Einsatzleiter Christian Huber von der Alpinen Einsatzgruppe Liezen. Die Rettungskräfte entdeckten ihn in fast einem Meter Tiefe. Für den 39-Jährigen, der allein unterwegs gewesen ist, kam jede Hilfe zu spät. Er war erstickt.
Betriebsblindheit wurde Opfer vermutlich zum Verhängnis
„Oft ist es die Unwissenheit oder auch Betriebsblindheit, die zu solchen Unfällen führt“, weiß Huber. Das Wichtigste sei, den Angehörigen Bescheid zu geben, wo man ist und ein Lawinenpieps dabei zu haben: „Die beste Ausrüstung hilft aber nichts, wenn man damit nicht umgehen kann.“
von Eva Molitschnig, Kronen Zeitung
Symbolbild
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