11.01.2019 08:00 |

Hoteliers erzählen

Urlauber sind nach den Schlagzeilen verunsichert

„Schnee-Hölle“, Alpen, die im Schnee versinken: Da zeichnen einige Medien ein Horror-Szenario, das Hoteliers zurechtrücken wollen. In einigen Häusern gibt es zwar einen Dämpfer bei den Buchungen, die meisten Urlauber reisen aber dennoch an. Hotelchefs erzählen über Freud und Leid umgeben von Schneemassen.

Richtig still ist es im Moment im Twenger Hotel Post von Helga und Christoph Klary. Seit Dienstag ist der Betrieb leer, obwohl eigentlich 50 Personen gebucht hatten. Wegen den Sperren, sowohl von Mauterndorf Richtung Tweng, als auch in Richtung Obertauern konnte die Gruppe nicht anreisen. „Dadurch entsteht uns ein wirtschaftlicher Schaden von mindestens 30.000 Euro“, rechnet Helga Klary. Ärgerlich, aber: „Man kann vom Gast ja nicht verlangen, dass er anreist.“ Die Familie macht das Beste daraus. „Wir konnten die Buchungen zum Teil verschieben“, so Klary. Heute wollen die nächsten Urlauber kommen. Via Telefon erklärte sie vielen Gästen auch, dass selbst wenn sie nicht nach Obertauern zum Skifahren gelangen, sie auch auf Lungauer Skigebiete ausweichen können, in denen ebenso perfekte Pistenbedingungen herrschen.

Hinterthaler Hotel am Wochenende voll
Auch das Hinterthaler Vier-Sterne-Haus Urslauerhof stemmt sich mit aller Kraft gegen die Schneemassen: „Unsere ganze Familie ist im Einsatz und wir haben auch vier Dachabschöpfer“, erzählt Claudia Kraker-Neumayr, als Hotelchefin Herrin über 120 Betten. Vergangenes Wochenende war Hinterthal eineinhalb Tage lang nicht erreichbar. Kraker-Neumayr: „Unsere Gäste sind dann eine Nacht lang in Maria Alm geblieben. Feuerwehr und Gemeinde haben das großartig organisiert.“ Viele verunsicherte Gäste rufen im Urslauerhof an und fragen nach. „Wenn sie hören, dass die Straße offen ist, lassen sich aber die wenigsten abschrecken“, freut sich Kraker-Neumayr über viele treue Stammgäste. Unter der Woche war es ruhiger im Urslauerhof, „am Wochenende sind wir aber wieder komplett voll.“

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