"Die Kleinfilialen auf dem Land sind Verlustbringer. Kurze Öffnungszeiten, geringe Kundenfrequenz", erklärt Herbert Götz, warum eine neue Schließungswelle in der Steiermark (hauptsächlich im Süden) bevorsteht. Wie viele Postämter es treffen wird, steht noch nicht fest, "es wird aber eine beträchtliche Zahl sein", sagt der Vorstandsdirektor.
Landeshauptmann Franz Voves hat er über den Plan bereits informiert, jetzt wird mit den Bürgermeistern verhandelt. Denn eine Ausdünnung der ohnehin strukturschwachen Regionen soll vermieden werden: "Wir wollen statt der unrentablen Filialen Postpartner installieren. Also Trafiken, Apotheken, Elektrohändler, die Packerln annehmen, Geldgeschäfte erledigen können."
3.000 Euro Starthilfe für Postpartner
3.000 Euro gibt's als Starthilfe, bis zu 18.000 Euro lassen sich jährlich verdienen. 80 Partnerunternehmen haben bereits aufgesperrt, zehn Filialen folgen in Kürze. "In der Steiermark gibt es Potenzial für 575 Poststellen", so Götz, der Gerüchte über Massenentlassungen dementiert: "Wir bieten Mitarbeitern Jobs in größeren Filialen oder bei der Polizei an. Es braucht sich niemand zu fürchten!"
von Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.