Gleich zu Jahresbeginn hat die Industriellenvereinigung den Status quo der steirischen Wirtschaft erhoben, um zu wissen, was Sache ist. Denn zu oft hatten Wirtschaftsexperten voreilig das Ende der Krise ausgerufen.
"Sie ist noch nicht abgesagt, für überzogenen Optimismus gibt es also keinen Grund", rüffelt der Präsident. Eine pessimistische Einschätzung der aktuellen Lage, die auf brandaktuellem, hieb- und stichfestem Datenmaterial beruht.
22% melden Verbesserung der Geschäftslage
Zwar haben sich die Umfragewerte im Konjunkurbarometer verbessert, alle Parameter bleiben aber im negativen Bereich: Während 22 Prozent der steirischen Betriebe eine Verbesserung der Geschäftslage melden, waten 29 Prozent weiter durch ein Tal der Tränen.
Besser sieht's mit der Auftragslage aus, wenngleich 31 Prozent der Unternehmen mit niedrigerem Beschäftigungsstand (ausgenommen Lehrlinge) arbeiten müssen. "Von der Industrie gibt's momentan leider keine positiven Impulse auf den Arbeitsmarkt", weiß Jochen Pildner-Steinburg. Es sei an der Zeit, weiß-grüne Stärkefelder – sprich die Auto-, Metall- und Maschinenbranche – zu unterstützen.
Und an die Adresse der Politik: "Die öffentliche Verwaltung muss effizienter werden." Sparpotenzial ortet der Industrie-Chef auch in den Gemeinden. Würde man eine Untergrenze von 10.000 Einwohnern ziehen, würde sich die Zahl der steirischen Kommunen von 542 auf 94 reduzieren.
IV-Konjunkturumfrage
von Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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