25.12.2018 08:00 |

LK-Boss Hechenberger:

„Bauern wissen am besten, was für Tiere gut ist“

„Nicht der Handel oder NGOs sollen definieren, welche Faktoren das Tierwohl beeinflussen, sondern in erster Linie die Menschen, die tagtäglich mit den Tieren zu tun haben – also unsere Bäuerinnen und Bauern“, sagt Tirols LK-Präsident Josef Hechenberger im Gespräch mit der „Krone“. Unter dem Motto „Tierwohl … wir schauen drauf!“ plant die Landwirtschaftskammer Tirol daher im kommenden Jahr eine Informationsoffensive.

Der Begriff „Tierwohl“ hat sich in den letzten Jahren zum landwirtschaftlichen Modewort entwickelt. Darunter kann man all jene Parameter in der Tierhaltung verstehen, die über gesetzlich vorgeschriebene Standards hinausgehen. Der Begriff ist Gegenstand in zahlreichen Diskussionen rund um die Landwirtschaft – oft ohne landwirtschaftliches Wissen der Beteiligten.

„Vielen fehlt der Bezug zur Landwirtschaft“
Dass sich auch die nichtbäuerliche Bevölkerung für dieses Thema interessiert und in die Diskussion einbringt, ist für Josef Hechenberger, dem Präsidenten des Landwirtschaftskammer Tirol, begrüßenswert. Aber: „Vielen Menschen fehlt heute der Bezug zur Landwirtschaft. Deshalb werden wir das Jahr 2019 nutzen, um verstärkt Informationen zur Tierhaltung nach außen zu tragen.“ Denn nur wenn die breite Masse der Bevölkerung die Realität rund um Hof, Stall und Weide kennt, habe sie die Möglichkeit, durch bewusste und reflektierte Kaufentscheidungen selbst Tierwohl zu unterstützen. „Wir zeigen gerne her, wie wir unsere Tiere halten. Keinem liegt mehr am Wohlergehen der Tiere, als den Bäuerinnen und Bauern. Es muss aber auch klar sein, dass wir Bauern von der Landwirtschaft leben müssen“, sagt Hechenberger.

„Können uns nur über die Qualität behaupten“
Die kleinstrukturierte Tiroler Landwirtschaft und die daraus entstehenden Produkte behaupten sich im internationalen Vergleich nicht über die Masse, sondern über die Qualität. In Tirol und Österreich gelten höchste Tierschutzstandards. Die Landwirte sind von der Gesundheit und dem Wohl jeder Kuh, jeder Ziege oder jeder Henne abhängig. Gesunde Tiere sind das „Kapital“ bzw. die Basis für jeden viehhaltenden Betrieb und haben damit bei den Tiroler Bäuerinnen und Bauern oberste Priorität. „Beim Tier ist es nicht anders als beim Menschen – nur gesund fühlt es sich wohl! So ist die Tiergesundheit der erste und wichtigste Schritt zum Tierwohl“, ist der Präsident überzeugt.

Natürlich spielen laut Hechenberger aber beim Thema Tierwohl mehrere Faktoren zusammen. Der Umgang mit den Tieren zählt genauso dazu, wie die Fütterung oder die Haltungsform. Ein Patentrezept gibt es dabei nicht, dafür ist jede Rasse, jedes Tier, jeder Landwirt und jeder Hof zu unterschiedlich.

Markus Gassler

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