05.12.2018 12:45 |

Falsche IT-Mitarbeiter

Experte warnt vor neuem Betrugstrick im Internet

Sie geben sich als Mitarbeiter von Microsoft oder Apple aus und behaupten, dass der Computer ihrer Opfer von Viren befallen sei. Gibt man als vermeintlich Geschädigter die Lizenznummer preis, hat man schon verloren. Diese Betrugsmasche ist in der Steiermark nicht neu - ein wesentlicher Bestandteil allerdings schon.

Zahlreiche Steirer wurden in den letzten Wochen mit Anrufen bombardiert, auch die Polizei warnt vor diesen Kriminellen, die schnell Schaden anrichten können. So wurde eine in Klagenfurt lebende Steirerin in zwei Tagen fünfmal angerufen, zurückverfolgen ließ sich die Nummer aber nicht. Einer Kärntnerin fehlten wenige Tage nach dem Anruf am Konto 15.000 Euro.

Wie die Abzocke funktioniert, erläutert Datensicherheitsexperte Dominic Neumann: „Es ist eigentlich eine simple Methode, bei der ein Schadprogramm auf den Computer gespielt wird und zum Beispiel die Tastatureingabe mitprotokolliert.“

Empfängerkonto wird geändert
Neu ist, dass man beim Online-Banking nach der Eingabe des TAN (Einmalkennwort) bei der Überweisung ein Problem bekommt. Neumann erklärt: „Diese Schadprogramme nutzen die kurze Zeit zwischen TAN-Erhalt am Handy und Eingabe, um im Hintergrund das Empfängerkonto zu ändern. Das fällt dem Geschädigten im ersten Moment gar nicht auf. Das Geld fließt meist auf ein Zwischenkonto und verschwindet.“

Hat man falschen IT-Mitarbeitern Zugang zu seinen Daten verschafft, so rät die Polizei, dass man den Computer schnellstmöglich vom Netz nehmen und alle Passwörter ändern soll.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch
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