Vor kurzem hat ein brutaler Fall von Tierquälerei für Aufsehen gesorgt: Eine Saatkrähe war im Felmayergarten in Niederösterreich von einem Pfeil durchbohrt und einfach liegen gelassen worden. Spaziergänger fanden das schwer verletzte Tier; der 70 Zentimeter lange Pfeil steckte noch im Fuß. Die Polizei Schwechat ermittelt. Nun droht die Amputation der Zehen - die Entscheidung darüber fällt in den nächsten Tagen.
Nach der Erstversorgung durch den Tierschutzverein „Katzfatz“ aus Klein-Neusiedl, Kooperationspartner der Tierrettung, wurde die Krähe zunächst in die von der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) gebracht. Dort ist sie auch jetzt wieder - und das ganze EGS Team hält die Daumen: Denn es ist nach wie vor fraglich, ob die Zehen der Krähe erhalten bleiben können oder amputiert werden müssen. „Wir mussten die Krähe, die ‘Maxi‘ getauft worden war, zunächst gleich weiter auf die Klinik der Veterinärmedizinischen Universität bringen“, erzählt „Vier Pfoten“-Expertin Brigitte Kopetzky. „Dort wurde die Wunde gesäubert, die Zehen möglichst geradegerichtet und verbunden.“
Daumen halten für „Maxi“!
Danach kam „Maxi“ zur Pflege in die EGS zurück. Ihr Verband soll noch bis Ende der Woche bleiben. Danach wird die Uniklinik wieder kontrollieren, ob alles gut verheilt. Derzeit schaut es für „Maxi“ gut aus. „Die große offenen Wunde konnte verschlossen werden, bis jetzt sind alle Zehen gut durchblutet“, so Kopetzky. „Allerdings kann es immer noch zu Wundheilungsstörungen oder zum Absterben einer Zehe kommen. In dem Fall müsste man leider amputieren.“ Daher heißt es nicht nur für das EGS-Team, sondern für alle Tierfreunde: Daumen halten für „Maxi“! „Wir hoffen außerdem, dass die Polizei Schwechat bei ihrer Suche nach dem Täter erfolgreich sein wird. Ein klarer Fall von Tierquälerei - und es hätte durchaus auch einen Menschen treffen können“, sagt Kopetzky.
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