22.10.2018 11:22 |

Am Wiener Heldenplatz

Tausende Salzburger eroberten die Hauptstadt

Ganze 87 Schützen-Kompanien und gleich 26 Musikkapellen begeisterten am Sonntag am Heldenplatz bei der Feier „100 Jahre Republik Österreich“. Viel Lob für Salzburg.

Es war eines jener Bilder am Heldenplatz, das selbst für die Wiener ganz bestimmt nicht alltäglich war: Statt Fiaker und Touristen, die sich sonst gerne sonntags vor der Hofburg und dem provisorischen Parlamentsgebäude tummeln, marschierten gestern um 11 Uhr rund 3700 Salzburger Schützen, Musiker und Marketenderinnen von ganzen 87 Schützen-Kompanien sowie 26 Musikkapellen in der Hauptstadt auf. Unterstützt von weiteren 300 Mitgliedern verschiedener Traditionsverbände aus allen anderen acht Bundesländern sowie Südtirol.

Und das nicht im Rahmen eines gemeinschaftlichen Vereinsausfluges oder auch Übung: Die Schützen und Musiker erwiesen im Rahmen der Feier „100 Jahre Republik Österreich“ unserem Land zum 100. Jahrestag der Gründung die Ehre.

Und ließen sich dabei vor tausenden Besuchern und auch Ehrengästen nicht lumpen: Nachdem Salzburgs Landesschützenkommandant Franz Meißl zunächst alle Abordnungen bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen meldete, zeigten die Salzburger ihr Können zwischen den Festreden, einer Ansprache von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, dem Totengedenken oder auch der musikalischen Umrahmung durch die Militärmusik Salzburg.

Und feuerten gehörige Ehrensalven für ihre Fest-Redner ab: Während der Bundespräsident eine Salve vom Bürgerlichen Schützenkorps Tamsweg erhielt, schossen die Strubberg Schützen Abtenau für den Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, der Bundeskanzler Sebastian Kurz vertrat. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig wurde von den Feuerschützen Eben mit Schüssen bedacht. Der Pongauer Bezirkskommandant Rudi Sparber meinte danach zum Stadtoberhaupt augenzwinkernd: „Herr Bürgermeister, i hoff’ es passt.“

Bei der anschließenden „Defilierung“ - also dem vorbeimarschieren der Abordnungen an der Ehrentribüne, auf der unter anderem auch Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner oder auch Staatssekräterin Karoline Edtstadler Platz nahmen - präsentierten sich die Schützen und Musiker farbenprächtig. Und brachten selbst Pferdestärken an den Tag: Auf Noriker-Dame Flora ritt der Fahnenträger der Jakobischützen aus Sankt Jakob am Thurn, Anton Hager, ein. Der scherzte: „Nein, wir sind nicht nach Wien geritten, Flora ist bequem mit dem Pferdetransporter gereist.“

Für Landeskommandant und Ex-Bürgermeister Franz Meißl aus Werfen war der Aufmarsch etwas Besonderes: „Es war wirklich eine einmalige Sache, es ist alles so abgelaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Dieser Tag geht in die Geschichte der Schützen ein.“

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