Eigentlich sollten die Anti-Terror-Schutzbauten auf dem Lendplatz, dem Kaiser-Josef-Platz und in der Sporgasse schon ihren Dienst versehen - technische Schwierigkeiten bei der Verankerung verzögern den Bau aber um Monate. In den kommenden Wochen werden Granitblöcke zu Testzwecken auf den Märkten aufgestellt.
Knapp 600.000 Euro nimmt die schwarz-blaue Grazer Rathauskoalition für die Schutzbauten in die Hand. Auf dem Lendplatz und dem Kaiser-Josef-Platz werden meterlange Beton- bzw. Granitblöcke aufgestellt und im Boden verankert. Sie sollen potenzielle Attentäter in Fahrzeugen stoppen und sowohl als Sitzgelegenheiten dienen, aber zum Teil auch von Standlern als Marktstände genutzt werden. Hier haperte es bei der technischen Umsetzung.
Komplizierte Statik der Verankerung
„Es gab eine Verzögerung durch das technische Gutachten zur komplizierten Statik der Verankerung“, heißt es im Büro von VP-Bürgermeister Siegfried Nagl. Und weiter: „Die Verankerung muss ja bei einem Aufprall eines Autos enormen Kräften trotzen können. Wir beschreiten mit den Schutzbauten in Graz Neuland, weil sie auch als Sitzgelegenheiten dienen.“
Granitblöcke im Test auf den Grazer Märkten
Die Anti-Terror-Schutzbauten verzögern sich so um Monate, erst Anfang 2019 sollen sie aufgestellt sein. In den kommenden Wochen werden auf dem Lendplatz und dem Kaiser-Josef-Platz dennoch Granitblöcke zu sehen sein - noch ohne Verankerung. Die Stadt testet, ob sie als Sitzgelegenheit und Standlertische taugen und von den Grazern angenommen werden.
Schutzbauten wird es auch in der Sporgasse geben - in Form von versenkbaren Pollern und Bäumen in Steinumrandungen. Die Umsetzung ist ebenfalls für Anfang 2019 geplant.
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