Sa, 15. Dezember 2018

Stundenlange Sperren

11.10.2018 13:19

Bus und Lkw auf A1 umgestürzt: Neun Verletzte

Schwerer Verkehrsunfall Donnerstagfrüh auf der Westautobahn bei Melk in Niederösterreich: Neun Menschen erlitten teils schwere Verletzungen, als ein Lkw auf einen Reisebus mit Panne auffuhr. Beide Fahrzeuge stürzten in der Folge um und blieben seitlich neben der Fahrbahn liegen. Die A1 war mehrere Stunden gesperrt, doch damit nicht genug: Gegen Mittag musste die Westautobahn auch zwischen St. Christophen und Böheimkirchen vorübergehend gesperrt werden, weil ein Lkw in Brand geraten war. Mittlerweile konnten die beiden Totalsperren in Richtung Linz aufgehoben werden.

Zum Unfall kam es gegen 5.30 Uhr zwischen der Anschlussstelle Loosdorf und der Anschlussstelle Melk in Fahrtrichtung Salzburg. Nach Angaben von Polizeisprecher Johann Baumschlager waren ein Reisebus sowie ein Holztransporter in den Unfall verwickelt. Bezüglich des Unfallherganges berichteten Zeugen, dass der Reisebus offenbar eine Panne hatte und vor dem Unfall bereits sehr langsam auf der A1 unterwegs gewesen bzw. sogar gestanden sei. Plötzlich sei der Holztransporter auf das Gefährt aufgefahren.

Beide Fahrzeuge kippten in der Folge um und landeten auf der Seite liegend neben der Fahrbahn. Der Lenker des Lkw wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste herausgeschnitten werden. Er hatte schwere Verletzungen erlitten. Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden zudem zwei Insassen des Reisebusses aus Mazedonien schwer sowie sechs weitere leicht verletzt. Die übrigen zehn Personen, die in den Unfall verwickelt waren, seien unversehrt geblieben, so Rotkreuz-Sprecherin Sonja Kellner.

Sieben Rettungs- und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes sowie des Samariterbundes wurden angefordert, ebenso ein Notarzthubschrauber. Der schwer verletzte Lkw-Fahrer wurde ins Krankenhaus St. Pölten geflogen, ein weiteres Opfer in die Universitätsklinik transportiert. Weitere Verletzte wurden ins Landesklinikum Melk eingeliefert.

Rettungsgasse hat „gar nicht funktioniert“
Die Autobahn musste im Bereich des Unfallortes für die Dauer des Rettungs- und Bergeeinsatzes für mehrere Stunden gesperrt werden. Eine Umleitung über die B1 wurde eingerichtet, dort kam es jedoch zu Behinderungen, so der Verkehrsklub. Auf der A1 staute es sich am Vormittag auf einer Länge von rund drei Kilometern. Kritisch äußerten sich die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Loosdorf und Melk: Die Rettungsgasse habe „gar nicht funktioniert“.

Weitere A1-Sperre nach Lkw-Brand
Stunden später musste die A1 an einer weiteren Stelle vorübergehend gesperrt werden. Ein Lastwagen, der mit Flüssigbitumen beladen war, war zwischen St. Christophen und Böheimkirchen im Bezirk St. Pölten in Brand geraten.

Beim Eintreffen der Löschmannschaften sei die Zugmaschine in Vollbrand gestanden, schilderte Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich. Die Rauchsäule war gewaltig und kilometerweit zu sehen. Dutzende Anrufe seien bei der Feuerwehr eingegangen, so der Sprecher weiter. Ein Übergreifen der Flammen auf die Ladung sei verhindert worden. Es habe keine Gefahr für Menschen und Umwelt bestanden, betonte der Sprecher. Auch Verletzte gab es nicht zu beklagen. Auch in diesem Fall wurde eine Umleitung eingerichtet und der Verkehr bei Altlengbach auf die B19 abgeleitet.

Nach insgesamt rund sieben Stunden konnten nach dem Auffahrunfall auf Höhe Loosdorf gegen 13 Uhr zwei Fahrstreifen für den Verkehr freigegeben werden. Nahezu zeitgleich gab es auch gute Nachrichten im Bezirk St. Pölten: Auch dort wurde die Totalsperre in Richtung Linz aufgehoben und eine Fahrspur freigegeben. 

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