Di, 16. Oktober 2018

Saftige Geldstrafe

26.09.2018 06:48

Heiße Affäre endete für Zillertaler vor Gericht

Er wollte es offenbar nicht wahr haben, dass seine 25 Jahre jüngere Geliebte die heimliche Affäre beendet hat. Um zu „retten“, was nicht mehr zu retten war, soll ein Zillertaler (53) seine Angebetete mit unzähligen, anonymen Handy-Nachrichten bombardiert haben. Auch ihr Auto und ein Zaun wurden beschmiert.

Am Innsbrucker Landesgericht würdigten sich der 53-Jährige und seine Ex-Geliebte (28) am Dienstag keines Blickes. Zu viel ist offenbar zwischen dem verheirateten Familienvater und der jungen Frau nach dem Beziehungs-Aus im November des Vorjahres vorgefallen. „Ich habe mittlerweile Angstzustände und Schlafprobleme“, erklärte die 28-Jährige vor Richter Günther Böhler. Immer wieder erhielt sie sowie ihre Verwandten oder Freunde anonyme SMS, WhatsApp oder Facebook-Nachrichten mit wüsten Beschimpfungen. „Das kann nur er geschrieben haben. Schließlich wusste fast niemand von unserer Affäre und sonst schreibt auch niemand Schlampe mit b“, meint die junge Frau.

Auto und Zaun wurden beschmiert
Doch es blieb nicht bei den Nachrichten: Ihr Auto wurde mit Lippenstift und ein Zaun bei ihrem Haus mit einem Lackstift beschmiert. Um den Täter zu überführen, wurde eine Wildkamera aufgestellt. „Wir haben beobachtet, wie er etwas auf den Zaun schreiben wollte. Ein Tag später war die Kamera weg“, erklärte auch der Vater der 28-Jährigen.

Freispruch wegen Stalking
Wegen Sachbeschädigung und Sachentziehung wurde der Zillertaler - nicht rechtskräftig - zu einer zur Hälfte bedingten Geldstrafe von 6120 Euro verurteilt. Fürs Stalking fehlten dem Richter die Beweise. „Obwohl vieles auf den Angeklagten hinweist.“

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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