Do, 18. Oktober 2018

Anrainer bestimmen mit

25.09.2018 06:31

Bürgerprotest in Gneis bringt Erfolg

Nach der Sommerpause kommt nun wieder Bewegung rein ins Projekt des Bauträgers Heimat Österreich am Gneiser Dossenweg, bei dem bis zu 280 Wohnungen entstehen sollen: Nach der großen Bürger-Info im Juni ordnete die Stadt nun „Workshops“ an, bei denen die Bürger am Projekt aktiv mitarbeiten dürfen.

Es scheint, als wäre der Gneiser IT-Experte und Sprecher der Initiative „Bürger für Gneis“, Peter Wenger, fast schon erleichtert: Denn nach der großen Bürgerinfo im Juni im Schloss Hellbrunn und der vorausgegangenen Aufregung rund um das Megaprojekt des Wohnbauträgers Heimat Österreich, bei dem bis zu 280 Mietwohnungen entstehen sollen, verordnete die Stadt nun ein „kooperatives und partizipatives Workshop-Verfahren“.
Sprich: „Wir planen drei Workshops im Oktober, Jänner und März, bei denen je drei Vertreter der Stadtplanung, der Bürgerinitiative, des Bauträgers und auch künftige Nutzer teilnehmen werden. Dabei können sie ihre Inputs in den verschiedenen Bereichen - wie Verkehr, Städtebau oder auch Soziales - einbringen“, berichtet Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste). Ziel dieser Workshops sei ein baulicher Masterplan, der mit der sozialen und auch baulichen Struktur verträglich sei und schon im Mai 2019 fertigstellt werden soll.
Sprecher Wenger - der ein direkter Nachbar der 2,8 Hektar großen, geplanten Wohnanlage ist - kann dem Plan etwas abgewinnen: „Es ist ein positiver Erfolg nach dem unglücklichen Start und wir sind guter Dinge, weil wir die Möglichkeit haben, mitzugestalten.“
Nachsatz: „Am liebsten wäre uns natürlich, wenn das Grundstück so bleiben würde, wie es ist. Aber wir werden bei den Gesprächen vor allem Wert auf die Baudichte aber auch die verkehrstechnische Erschließung sowie die Sozialstruktur legen“, so Wenger zur „Krone“ und er fügt hinzu: „Es ist für unseren Stadtteil eine große Herausforderung, 700 bis 900 Personen zu integrieren.“

Auch bei der Heimat Österreich ist man mit dieser Lösung zufrieden: „Nachdem holprigen Start sind wir froh darüber, wir ersparen uns so Diskussionen im Nachhinein. Das halbe Jahr mehr Planungszeit ist es wirklich Wert“, betont Geschäftsführer Stephan Gröger. Aber nicht nur die verschiedenen Parteien werden bei den Sitzungen mit an Bord sein: „Zusätzlich werden auch zwei Architektenteams dabei sein, die jegliche Änderungen nach jeder Workshop-Runde miteinfließen lassen werden“, so Gröger. Die Planungsphase für das Projekt soll Ende nächsten Jahres abgeschlossen werden, der Baustart wird frühestens Ende 2020 sein. Übrigens: Nach zweieinhalb jähriger Bauphase sollen die neu entstandenen Mietwohnungen für erschwingliche 9,80 pro m² vermietet werden.

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