Fr, 21. September 2018

Ramingstein & Thomatal

11.09.2018 05:00

Zwei neue Bürgermeister-Kandidaten für den Lungau

Wie in vielen Gemeinden in Salzburg werden auch im Lungau viele politische Weichen Richtung Zukunft gestellt: Konkret auch in Ramingstein und Thomatal, wo bei der Wahl neue Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen gehen. Mit Valentin König geht ein Langzeit-Ortschef, mit Leonhard Kocher kommt ein Mur-Kämpfer.

Schauplatz Ramingstein, die südöstlichste Gemeinde in Salzburg, beschaulich gelegen im Dreiländereck von Salzburg, Kärnten und der Steiermark.

Beschaulich hieß in den vergangenen Jahren aber nicht ruhig - schon gar nicht politisch. Das geplante Mur-Kraftwerk hinterließ Spuren, wenngleich zum Glück keine natürlichen.

2011 plante die Salzburg AG ein Ausleitungskraftwerk. Die Mur drohte mit 20 Prozent Restwasser zum Rinnsal zu verkommen. Doch es gab Gegenwind, unvergessen der Pakt von Ramingstein mit der „Krone“. An vorderer Front damals im Kampf für die Mur:  Jagglerbauer Leonhard Kocher.

Die Gemüter in der Gemeinde gingen hoch. Der damalige Landes-Vize Wilfried Haslauer verordnete dem Projekt schließlich eine Nachdenkpause. Die gilt immer noch.

Das politische Erdbeben folgte am Fuß: Bei der Wahl 2014 wurde SP-Bürgermeister Franz Winkler abgewählt, VP-Mann Peter Rotschopf kam, Kocher zog in den Gemeinderat. „Es waren schwierige Zeiten, der Unmut in der Bevölkerung groß“, erinnert sich Rotschopf (63). „Meine Aufgabe war es, für Ruhe zu sorgen. Das habe ich geschafft.“ Nach der Wahl konzentriert er sich auf seinen Beruf als Direktor der Landwirtschaftsschule, mit Ende des Schuljahres geht er in Pension.

Und Leonhard Kocher rückt in die erste Reihe: „Ich musste nicht lange überlegen, freue mich auf diese Herausforderung“, schmunzelt er gelassen.  „Erfahrung habe ich ja genügend.“

Schauplatzwechsel Richtung Westen, nach Thomatal: Auch dort gibt es einen neuen Bürgermeister-Kandidaten bei der Gemeinde-Wahl im März: Trachtenmusik-Obmann Klaus Drießler folgt Langzeit-Ortschef Valentin König (61), der eine beachtliche Polit-Karriere hingelegt hat: 1994 holte sich der damalige VP-Mann in der FP-dominierten Gemeinde die Bürgermeister- Stichwahl trotz blauem Wahlsieg, verteidigte sein Amt genau so 1999 und trat 2004 als „Liste Thomatal“ überhaupt ohne Gegenkandidat an. Seither sind er und seine Liste ungefährdet, 2014 holten beide 56 Prozent.

Max Grill
Max Grill

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