Andreas Meklau:

Ein Ex-Biker am Regie-Pult

Steiermark
11.08.2018 16:52

Andreas Meklau, der in den Neunzigern selbst in der 500er-WM im Einsatz war, wacht als Rennleiter über das MotoGP-Race in Spielberg. Der Knittelfelder kontrolliert mit 40 Kameras die rund 240 Streckenposten.

Wer Rennleiter Andreas Meklau im Race-Control-Center des Red Bull Rings besucht, fühlt sich wie in einem Kontrollzentrum der NASA: 40 Kamera-Monitore, sechs Großbildschirme, 20 Laptops, mehrere Regie-Pulte. Als „Clerk of Course“ ist der 51-jährige Ex-Motorrad-Fahrer aus Knittelfeld, der in den Neunzigern in der 500er-WM gegen Stars wie Kevin Schwantz antrat und 1993 einen Superbike-WM-Lauf in Spielberg gewonnen hatte, für die Sicherheit zuständig. Wie in der Formel 1!

Mit Renndirektor Mike Webb dirigiert er via Funk 400 Personen. Er gibt den Einsatzbefehl für das Safety Car und Kommandos an die 240 Streckenposten, die 36 Flaggenposten und an die Track-Marshals, die verunglückte Motorräder bergen, sowie die Grid Marshals und den Zielturm. Die medizinischen Notfallseinheiten müssen 20 Sekunden nach einem Unfall an jeder Stelle des Rings zur Stelle sein. „Es hat sich viel verändert“, so Meklau, „früher waren großteils freiwillige Helfer da, jetzt gibt’s es Fixkräfte.“ Die Regenfälle der Vortage machen „Meki“ keine Sorgen: „Regenrennen sind zwar für die Teams schwierig, aber die Strecke ist in Topzustand. Sie wurde vom Gummiabrieb der Autorennen gereinigt, der Grip ist da. Ex-Weltmeister Franco Uncini hat den Kurs abgenommen - von den Kiesbetten über die Air Fences passt alles. Aber am Sonntag soll’s bei 22 bis 25 Grad ohnehin trocken sein - alles wird toll werden.“

Der sportliche Tipp des Rennleiters? „Ich denke, es macht wieder Dovizioso. Auch Lorenzo wird am Podium sein. Da wird’s selbst für Spätbremser wie Márquez und Rossi schwer. Márquez trau ich das Podium zu, aber Valentino Rossi fehlen 60 PS zum Sieg. Nur bei Regen könnte ein Außenseiter gewinnen.“ Und Hausherr KTM? Schade für die Fans auf der KTM-Tribüne, dass Pol Espargaro am Schlüsselbein operiert werden musste. Ich hab’s mir auch fünfmal gebrochen. Jetzt haben sie nur noch Bradley Smith."

Für den Rennstall aus Mattighofen läuft’s heuer nicht optimal: „Die letzten Zehntel auf die Großen aufzuholen, ist eben nicht leicht. Aber in den nächsten Jahren werden sie sicher am Podium stehen."

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